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Die unabhängigen Winzer

Notizen und Hinweise von Proben und Besuchen bei den unabhängigen Winzern

Bulles Bio – Teil II: Das Marnetal

B. Das Marnetal

Die Aube ist das eine Stiefkind der Champagne, das andere Stiefkind ist das Marnetal mit der dort vorherrschenden Meuniertraube. Häuser, die auf sich halten, verwenden keine Trauben von der Aube, ehrenwerte Häuser verwenden auch keinen in ihren Champagnern, so kommuniziert es aus immer noch genügend Marketingabteilungen hart an der Wahrheit vorbei in die Welt hinaus. Richtig ist, dass die Aube keine Premier oder Grand Cru klassifizierten Ortschaften zu bieten hat und richtig ist auch, dass in klassifizierten Crus kaum bis gar nicht zu finden ist. Wenn sich dann ein Produzent entscheidet, seine Markenbotschaft auf den Cru-Status seiner Champagner zu konzentrieren, gelangen mit der Zeit Regionen wie die Aube und das Marnetal ins Hintertreffen.

Bulles Bio – Teil I: Aube

A. Aube

Lange dachte ich, an der Aube würde sich ein Großteil der Menschen mit abgemagerten dreibeinigen Hunden um Essensreste streiten, Väter würden dort den ganzen Tag lang Abbeizmittel trinken und versuchen, die wenigen schrecklosen Nutten in der Region auf den Mund zu küssen, während die verwahrlosten und oftmals grotesk entstellten Kinder dort entweder frühreif oder früh gewalttätig seien. Zum Glück stimmt das alles nicht. Oder zumindest nur in den ganz entlegenen Gebieten der Côte des Bar. Immerhin: Hier hat Renoir eines seiner Lieblingsmodelle gefunden, hier hat sich Voltaire zurückgezogen und hier wurde er begraben, ja im Mittelalter ging von hier die Reformation der Benediktiner unter Bernard von Clairvaux aus. Kein Wunder also, dass hier ebenso bedeutsame Champagner entstehen können.

Five Dive und Champagne José Michel

Weiter geht es mit einer Auswahl hübscher Winzerchampagner, die fertig zum Sprung in die Oberliga sind.

 

C. Zuerst fünf nicht mehr ganz unbekannte Winzer, bei denen sich der Griff ans Gesäß (oder wo das Portemonnaie eben verstaut ist) lohnt. Paar five dives langen natürlich auch.

I. Ariston Père et Fils, Aspasie, Carte Blanche

40CH 30PN 30PM, Fassausbau, dreijähriges Hefelager. 

Der Champagner ist zugänglich, weich und fruchtbetont, vom Typ her schlank, erdbeer-himbeer-zitrusfruchtig und trotz einer für mich etwas hohen Süße überhaupt nicht schwer. An den Stil großer Häuser angelehnt, wirkt er dennoch nicht verkitscht, billig oder parfumiert, sondern eigenständig und apart. Kaum zu glauben, dass es im äußersten, schon an Paris grenzenden Westen der Champagne solche Erzeuger gibt.

Champagne Collard-Picard vs. Champagne Vincent Couche

 

Zwei Erzeuger eröffnen den sommerlichen Champagnerreigen. Beide Winzer bewirtschaften etwas mehr als 10 ha und sind vergleichsweise jung. Das eine Haus ist sehr klassisch aufgestellt, wirtschaftet konventionell in der Kernchampagne, das andere wird biodynamisch geführt und liegt an der Aube. 

 

A. Collard-Picard

Zusammen mit Ehefrau Chantal Picard, eine Cousine von Chantal Gonet (Champagne Philippe Gonet), bewirtschaftet Olivier nun schon seit 1996 seine Weinberge in der Vallée de la Marne und die seiner Frau in der Côte des Blancs, insgesamt sind es gut 11 ha. Die gemeinsamen, temperaturgesteuert stahltankvergorenen Grundweine kommen zum Ausbau ins Fuder, wird vermieden, die Flaschengärung findet teilweise unter Naturkork mit Agraffe statt. Das sind eigentlich ganz gute Voraussetzungen, deshalb habe ich mir die einzelnen Cuvées des Hauses mal im direkten Vergleich mit den Weinen von Vincent Couche zu Gemüte geführt.

Terres et Vins de Champagne (III/III)

 

XIII. Laherte Frères

Aurelien Laherte, in dessen Fasskeller ich schon vor zwei Jahren den bravourösen Gehversuchen des noch ganz jungen Winzers folgen durfte, hat mal wieder ein spitzenmäßiges Programm mitgebracht.

Vins Clairs:

1. Les Noues

100CH aus Chavot

Ausdrucksvolle Nase mit Bergamotte, Formosa Oolong, auf einen Chabliskörper aufgepflanzt.

2. Vigne d'Autrefois

100PM

Luftig, womit nicht der gelegentlich anzutreffende Luffton gemeint ist, sondern eine leichte und beschwingte Art, ein müheloses und fröhliches Mit- und Durcheinander von gebackener Banane, Nashibirne, Litschi, Pitahaya, bouquet garni, umgeben von reichlich Zitrusfrüchten.

3. Rouges Maisons

Wein-Glossar




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