Das Leben der Veuve Clicquot
Freitag, Februar 19th, 2010
Veuve Clicquot – Die Geschichte des Champagner-Imperiums und der Frau, die es regierte
Tilar J. Mazzeo
Hoffmann und Campe
320 Seiten
19,99 €
ISBN-13: 978-3455501247
Veuve Clicquot – Die Geschichte des Champagner-Imperiums und der Frau, die es regierte
Tilar J. Mazzeo
Hoffmann und Campe
320 Seiten
19,99 €
ISBN-13: 978-3455501247
Die Welt des Cognacs
Jörg Zipprick
Umschau Buchverlag, 1. Aufl., November 2009
178 Seiten
19,90 €
ISBN-13: 978-3865286512
Cognac und Champagner sind nur auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Getränke. Aber schon eine oberflächliche Betrachtung lässt interessante Gemeinsamkeiten zutage treten; ihren Zauber beziehen beide Getränke aus dem kunstvollen Verschnitt eines solo mehr oder meistenteils eher weniger genießbaren Grundmaterials. Hier manifestiert sich der über Jahre und Jahrzehnte gleich bleibende Hausstil. Jahrgänge sind deshalb immer gleich Raritäten und was beim Champagner die zweite Gärung, ist beim Cognac die zweite Destillation. Als Luxusgetränke in überkanditelten Flakons gehören beide zur Ausstattung von Musikvideos, Sterneschuppen, Weltklassebars und Nobelbordellen, in den letzten Jahren waren Cognac und Champagner die französischen Exportzugpferde schlechthin. Und schließlich überrascht es nicht, dass die besten Lagen der Charente Grande und Petite Champagne heißen.
Der Wein, die Rebe und die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
Nicolas Joly
Verlag Gebrüder Kornmayer, 2. Auflage, Mai 2009
156 Seiten
15,40 €
ISBN: 978-3-938173-46-6
Am 19. März 2010 steht die dicke Clos de la Coulée de Serrant-Probe von Uwe Bende an. Nicolas und Virginie Joly stellen ihre Jahrgänge 1977, 1979, 1983, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1994, 1995, 1997, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008 in der Bochumer Gesellschaft Harmonie von Daniel Birkner vor. Da heißt es, sich vorbereiten. Und das fällt zum Glück nicht schwer, denn Nicolas Joly macht nicht nur Weine, über die man spricht, sondern er spricht auch aus seinen Büchern zum Genießer.
Der deutsche Wein und die Globalisierung
- Wismarer Schriften zu Management und Recht, Bd. 31 -
Silke Trick
Europäischer Hochschulverlag, 1. Auflage 2009
185 Seiten
78,00 €
ISBN: 978-3-941482-31-9
Jedermann wird leicht einsehen, dass Bildung Geld kostet. Mitunter viel, ja sogar sehr viel. Schon recht viel Geld für ein Büchlein von noch nicht einmal 190 Seiten wäre nach meinem Bauchgefühl ein Betrag von mehr als 30,00 EUR. Sehr viel Geld sind die für das vorliegende Werk aufgerufenen 78,00 EUR. Das leidige Thema Geld soll aber nicht den fachlichen Wert der Ausarbeitung in ein ungünstiges Licht stellen, dazu bedarf es einer genaueren Auseinandersetzung.
Sekt, Schaumwein, Perlwein
Troost/Bach/Rhein
Ulmer, 2. A. 1995
620 Seiten
99,00 €
ISBN: 3-8001-5818-3
Es gibt Bücher, die einen besonderen Stellenwert haben. Vom Autor signierte Erstausgaben großer Klassiker zum Beispiel, möglichst bibliophil ausgestattet natürlich. Zu den Büchern mit herausgehobenem Stellenwert gehören auch Fachbücher, die sich über lange Jahre am Lehrbuchmarkt etabliert haben. Juristen werden Brox und Medicus, ältere Semester Flume rufen, aus der Medizinerecke schallt es laut Harms, Silbernagl und Pschyrembel, die Physiker pochen auf Demtröder, Bergmann/Schäfer oder Tipler. Unter den religiösen Werken sind die führenden Klassiker-Bestseller unter anderem Talmud, Koran und Bibel. Und so haben wir es hier auch mit einem Buch von ganz besonderem Wert, ja einer Art Bibel zu tun: es handelt sich um die deutschsprachige Bibel der Schaumweinbereitung.
Weinmarketing
Gosch, Franz
Österreichischer Agrarverlag, 2003
120 Seiten
19,90 €
ISBN: 3-7040-1890-2
Das Marketingbüchlein aus der Reihe Winzerpraxis des Österreichischen Agrarverlags dürfte dem Bedürfnis der Praxis nach unkomplizierter, aber werthaltiger Handreichung entgegenkommen. Der Autor hat es nämlich auf eine bestimmte Zielgruppe, die kleinen bis mittelgroßen Weinbaubetriebe abgesehen. Diese Akteure verfügen meist nicht über das Budget für die Vergabe der Marketingaktivitäten an außenstehende Dienstleister. Um so wichtiger ist es, den Winzern Mittel an die Hand zu geben, erfolgreiches Marketing in Eigenregie zu betreiben. Gosch formuliert deshalb in gut verständlicher Sprache die Anforderungen des Markts an das Marketing der Weinbautreibenden. Die Strukturierung der einzelnen, jeweils nicht sehr langen Kapitel ist gelungen, leicht verständliche Diagramme, Formeln, Schemata und Checklisten erleichtern das durcharbeiten.
Jeder, der sich mit Wein beschäftigt, weiß, wo in etwa die Champagne liegt und dass Champagner eine Sonderstellung unter den Weinen einnimmt. In der – überschaubaren – Literatur zum Thema findet sich deshalb seit Jahren nichts wesentlich Neues zu den Produktionsmethoden und zur Geschichte des Champagners, bzw. der Region.
Was die Champagnerbücher voneinander unterscheidet, ist die Herangehensweise an das Thema. Klassiker von enzyklopädischem Anspruch stehen neben leichter Muse, Verkostungsnachschlagewerke neben seelenlosen Reihenverkostungskonvoluten. Nachfolgend eine kleine, grob gegliederte Übersicht über einige der wichtigsten Champagnerbücher.
Die Klassiker stehen an erster Stelle und unter den Klassikern steht an erster Stelle
Halwart Schrader: Die besten Champagnerlagen
Hoffmann-Verlag, Gerlingen, 1. Auflage 2005, 328 S. – ISBN: 3935834187
Im praktischen Format und mit champagnerabweisendem Einband kommt dieser kleine Champagnerführer daher. Es gibt eine kurze, aber rundherum zufriedenstellende, pflichtgemäße Einführung in Geschichte, Herstellung und ein wenig darüber hinaus reichendes Nutz-Wissen rund um den Champagner. Schrader erklärt dabei, dass die Auswahl und Beurteilung völlig subjektiv (was nicht heißt: willkürlich) erfolgt ist und Punkte nicht vergeben werden. Das nimmt dem Werk die autoritäre Aura eines großkopfeten, mit apodiktischen Urteilen durchsetzten Standardführers und gibt dem Büchlein einen sympathischen touch. Etwas genauer hätten die Ausführungen zu den zugelassenen Rebsorten sein können, dann wäre die Irritation angesichts der von Robert Dufours Pinot-Blanc Champagner später nicht so groß. Sehr dankenswert sind die Ausführungen zur Arbeit im Weinberg, speziell zum Rebenschnitt, einem großen Mysterium für viele Champagnerfreunde. Die Erläuterungen zu den Analysewerten des Champagners sind auch für Nichtchemiker gut verständlich und ich habe Vergleichbares bei anderen Champagnerbüchern immer vermisst.
Das große Buch vom Sekt
Wolfgang Junglas, Rudolf Knoll
Societäts-Verlag, 2008
152 Seiten, leinengebunden mit Schutzumschlag
€ 24,90
ISBN: 978-3-7973-1098
Das wertig ausgestatte Buch erweckt auf Anhieb gar nicht den Eindruck, als sei es das große Buch vom Sekt. Sicher, die impressionistische Umschlagabbildung mit den ausgelassenen Schaumweinschlürfern wirkt animierend, stellt einen historischen Bezug her und lässt Ambition ebenso ahnen, wie der Titel. Aber auf gerade einmal 150 Seiten? Nun, um es kurz zu machen: es ist ein gutes Buch vom Sekt und es trägt den Besonderheiten des Markts Rechnung.