Archiv für die Kategorie „Miszellen: Verkostungsnotizen über Sekt, Schaumwein und Stillwein“
Runder Burgunder
I. Marc Colin
Die verkosteten Weine stammen noch aus der Zeit lange vor 2005, als zwischen den Geschwistern friedliche Eintracht herrschte und Pierre-Yves Colin noch nicht mit seinen bemerkenswerten Weinen auf eigene Faust für berechtigte und positive Furore sorgte.
1. St. Aubin 1er Cru En Remilly 1999
Warmes, einladendes Schimmern in goldgelbgrün, Hundefellnase, die wenig Platz für andere, vorwiegend pflanzliche Aromen lässt. Flache Säure, mittellang und etwas zu breit geraten.
2. St. Aubin 1er Cru En Remilly 2000
Nur geringfügig schicker und ausdrucksvoller kam mir der 2000er vor. Zu der unangenehmen Hundefellnase gesellten sich Akazie, Honig und eine andeutungsweise saftige, aber doch eher wässrige Fruchtigkeit wie von gelben Pflaumen. Wieder nur wenig Säure.
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Mittsommernachtsschaum
1. Mumm Napa Brut Rosé
85PN 15CH, 5% still vinifizierter Pinot-Noir werden von Ludovic Dervin zugefügt.
Ehemals als Mumm Napa Blanc de Noirs deklariert, jetzt als Rosé. Mit Recht, wie die indifferente, zwiebelschalenfarbene Kupfertönung zeigt. Dieser Rosé ist so hell, dass er als dunkler Blanc de Noirs durchgehen könnte und erinnert insoweit an den ebenfalls sehr rötlich schimmernden Blanc de Noirs von Ulysse Collin – der sich mit dieser Farbe bei der amtlichen Prüfung erst durchkämpfen musste. Insgesamt ein guter Schäumer, gefällig, reif, wenig Säure.
2. Bernhard Huber Pinot Rosé 2005
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1. Keller, Riesling trocken "S" 2007
Orangig, zitrusfruchtig und frisch. Am Gaumen noch verhalten mineralisch, wieder mit sehr klarer Zitrusfrucht und nicht zu aggressiver Säure. Beginnt gerade, sich zu entfalten.
2. Coron Père et Fils, Négociants à Beaune, Puligny-Montrachet 1955
Seit zwei Tagen offen. Von der Burgundertypizität war noch ein milchiger Schatten wahrzunehmen, Kaffee, Kakao und ein metallischer Unterton. Berücksichtigt man Alter, Füllstand und Sauerstoffkontakt, dann ist das noch immer ein gute Leistung. Trinkspass klein, Lerneffekt groß.
3. Domaine des Huards – Michel Gendrier, Cheverny, La Haute Pinglerie 2007
Bioanbau seit 1999.
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Weissburgunder:
Schreckbichl "Weisshaus" 2009
Holzloser, fruchtbetonter, gut gelungener Weißburgunder mit Druck, etwas Butter und leichter Bauart. Mehr Säure hätte ihm zu mehr Länge und Struktur verholfen, das Fruchtfleisch dafür hat er jedenfalls (85).
Castell Sallegg 2009
Bonbonig, mit Äpfeln, Blüten und einer sommerlich-frischen, zitronig-sauberen Anmutung. Könnte mehr Säure haben (83).
Kellerei Kaltern "Vial" 2009
Verschlossener, in der Nase wenig interessanter Wein. der auch am Gaumen von allem etwas zu wenig bietet. Etwas Frucht, etwas Frische, wenig Säure, nicht sehr erhebend (79)
Weingut Niklas "Klaser" 2007
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Essen… verwöhnt. Ein Zug durch die Gemeinde.
I. Hugenpoet (1* Guide Michelin)
Frau Bergheim habe ich leider nicht selbst am Herd gesehen, aber das Hugenpoet ist mir vor allem wegen der dort verschnabulierbaren Grossbuddeln eine gerngewählte Anlaufstelle.
Weine:
- Van Volxem, Volz 2008 en Magnum – die alte Einzellage aus dem Wiltinger Braunfels grenzt an den Scharzhofberg. Der Wein war noch arg jung, mit Kräuterduft und Apfelnase, reifen Obst, milder, schmeichelhafter und genau richtig platzierter Süße, mineralischem Druck am Gaumen und noch reichlich Potential.




