Champagne Charles Ellner
Ca. 54 ha bewirtschaftet das Haus Charles Ellner heute, etwa die Hälfte davon ist Chardonnay und der größte Teil der Reben steht nahe Epernay, dem Geburtsort des Hauses. Die Champagner-Etiketten orientieren sich an Originalvorlagen, die ebendort hängen. Vinifiziert wird in Stahltanks, für den Ausbau stehen Fuder und kleine Fässer zur Verfügung.
I. Qualité Extra
50PN 30CH 20PM, 08er Basis, Reserve aus 2007, mit 6 g/l dosiert.
Vollmundiger, reifer, ganz solider Stil.
II. Cuvée de Réserve
60CH 40PN, 04er Basis mit Reserve aus 2003, mit 10 g/l dosiert.
Champagnernacht in Dorsten
I.1 Raumland, Blanc et Noir Brut Nature 2005
Umgeben von Champagner fühlt der Raumland sich wohl, was für den Sekt ebenso gilt, wie für seinen Schöpfer, dessen Sekte im Laufe des Abends noch einige Auftritte hatten und den ich in Person zwei Tage später wie durch Zufall in der Champagne traf. Der Blanc et Noir ist erkennbar kein Champagner, ohne dass er dadurch jedoch deplaziert wirkt, zumal wenn es der Auftaktsprudler einer Probe ist. Der Sekt war ruhig, souverän, mit Beerenobst dekoriert und einer aus dem Lesegut selbst stammenden Fruchtigkeit und Süße, die Dosagezucker entbehrlich werden lässt.
Die mittelgroßen Häuser: Philipponnat vs. Pol-Roger
Zwei starke Erzeuger mit jeweils ausgeprägt eigenem (pinotfreudigem) Stil und treuer Anhängerschaft sind Philipponnat und Pol-Roger. Ein rundherum überzeugendes und selbst beim 2003er Jahrgang bravouröses Programm hat Philipponnat derzeit anzubieten. Pol-Roger sehe ich nicht ganz auf dieser Höhe, dafür sind mir insbesondere Rosé und Winston Churchill zu arg an der Schmerzgrenze dosiert.
1. Philipponnat
1.1 Royale Réserve, dég. Oktober 2010
40-50PN 30-35CH 15-25PM, Vinifikation im Stahltank und zu einem kleinen Teil im Holzfass, dort auch kein BSA. 25-40% Reservewein aus Soleraverfahren (jedoch nicht klassisch in Pyramidenform, sondern durch nachfüllen im Stahltank), teilweise aus Holzfassausbau. Mit 8 g/l dosiert.

