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Sekt, Schaumwein, Perlwein – Neuauflage des Standardwerks von Troost/Bach/Rhein
Sekt, Schaumwein, Perlwein
Bach/Troost/Rhein
Ulmer, 3. A. 2010
448 Seiten
69,90 €
ISBN: 3-8001-6412-7
Nach fünfzehn Jahren und zahlreichen Gesetzesänderungen – die nicht vollumfänglich in der Neuauflage berücksichtigt werden konnten, weil der Gesetzgebungsprozess noch in vollem Gange war – gibt es manche Neuerung nicht nur für den deutschen Schaumweinpraktiker. Ebenfalls geändert hat sich die Bearbeiterstruktur des Standardwerks. Von der bisherigen Autorentrias ist als Alleinbearbeiter Hans-Peter Bach übriggeblieben, die beiden anderen sind zwischenzeitlich leider verstorben. Die nicht ganz einfache Aufgabe, das umfangreiche Werk überarbeiten und anpassen zu müssen, hat Bach gut gelöst. Freilich, der Veröffentlichungszeitpunkt ist ungünstig, denn gerade im Angesicht einer vor dem Abschluss stehenden Weinrechtsnovellierung mag es fruchtbringender erscheinen, noch ein wenig mit der Veröffentlichung abzuwarten. Andererseits ist gerade das Europarecht ständig im Fluss und eine Neuauflage war längst schon überfällig. So mag denn an der einen oder anderen Stelle das Werk nicht nahtlos an das neue Recht anknüpfen, doch zumindest ich kann dafür Verständnis aufbringen.
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Einladung zur I. Champagne Master Class
Liebe Champagnerfreunde,
bei Gelegenheit zahlreicher Champagnerverkostungen wurde ich immer wieder mit der Idee konfrontiert, doch endlich eine Champagne Master Class zu etablieren. Dieser Gedanke hat mittlerweile Form angenommen. Im Laufe der Planung musste ich mich mit mehreren Aspekten auseinandersetzen, die das Wesen einer Wine Master Class ausmachen.
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Kleines Cavatasting
I.1 Masia Freixe, Agrest de Guitard, Reserva, Brut Nature NV
Macabeo, Parellada, Xarel.lo, Chardonnay, ökologischer Anbau seit 1996.
Hätte der anfängliche Korkschleicher sich nicht zusehends zu einem veritablen, üblen Korkschmecker entwickelt, so wäre diese Cava wahrscheinlich ein Favorit für den Preis-Leistungs-Sieger des Abends gewesen. Denn das, was anfangs vom Kork nur am Rande beeinträchtigt war, machte neugierig auf mehr. Feines, kalkiges Auftreten mit chardonnayiger Buttrigkeit und mildem, milchschokoladigem Schmelz, der gerade ankündigte, sich in Richtung einer reifen Armagnacnote vertiefen zu wollen, als der Kork überhand nahm.
I.2 Sabaté i Coca, Castellroig, Brut Nature, NV
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Champagnermenu in Hackbarth’s Restaurant
Lange bevor ich wusste, wo denn im Ruhrgebiet eigentlich Oberhausen liegt, empfahlen mir bereits verschiedenste Bekannte, bei Gelegenheit Hachbarth's Restaurant ebenda aufzusuchen. Diese Gelegenheit, so dachte ich seinerzeit, würde noch lange auf sich warten lassen und so könne es auch ruhig bis auf weiteres sein Bewenden damit haben. Doch dann kam alles anders, ich ins Ruhrgebiet und natürlich entsann ich mich der betagten kulinarischen Empfehlungen. Am eindrucksvollsten hatte ich den bezwingenden Ton eines ganz bestimmten Fürsprechers im Ohr und an den tagelang nachhallenden Tinnitus konnte ich mich ebenso lebhaft wie deutlich erinnern. So reifte denn der Entschluss in mir, den berühmten Herrn Hackbarth einmal aufzusuchen und setzte sich als latenter Wunsch in mir und letztlich auch in meinen tausenderlei über Tische, Desktop-PCs, Smartphones und Netbooks vagabundierenden, nie wirklich synchronisierten Kalendern fest.
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Dom Ruinart vertikal getrunken
A. Blancs:
I. 1981
Dem 81er hatte das Haus ein neues, nicht mehr ganz so überfrachtetes Etikett spendiert. Ob sich das auf den Champagner ausgewirkt hat? Man weiß es nicht. Überfrachtet wirkt an diesem athletischen, aber nicht asketischen Typ nichts. Drahtig und sehnig, Grapefruit und Toastbrot, ein isotonisches Getränk für Genießer, ideal nach dem Fressmarathon oder einer langen Rotweinprobe.
II. 1993
Kein sehr starker Dom Ruinart, man muss sich sogar fragen, was bei Ruinart in diesem Jahr passiert ist und für mich eng damit verknüpft ist die Frage, warum zum Teufel man keinen 95er Dom Ruinart bekommen kann. Der Champagner hat eine dürftige, allenfalls seltsam reife, aber überhaupt nicht ansprechende Nase. Und schmeckt einfach nur fertig. Meiden!




