Partner
Social Networking
Mein Facebook-Profil Besuche mein Google-Profil Besuche mein LinkedIn-Profil Füge mich auf Xing hinzu!
Abboniere meinen RSS-Feed Abboniere meinen Twitter-Feed
Google Analytics Alternative
Suchwörter
Archiv

Monatsarchive: Juni 2010

1 2 3 7

Beim Austernspezi

Stephan Soutre und seine Frau führen nun schon seit ein paar Jährchen die alte Mülheimer Institution Müller-Menden in der Mendener Str. 109. Stéphane hat in Bordeaux Sommelier gelernt und war in den Neunzigern ebenso reger wie erfolgreicher Teilnehmer an Sommelierwettbewerben in Frankreich. Das wirkt sich heute so aus: die Küche in dem alten Fachwerkgemäuer ist ein Mix aus deutscher und traditionell französischer Regionalküche. Auf der Weinkarte zeigt sich der französische Einfluss noch deutlicher. Unter den Apéros fallen Lillet und Noilly-Prat angenehm ins Auge, Roederer und Bollinger runden das Bild ab. Aus der Flasche gibt es von Chevalier aus Péssac über Rollan de By  und Prieuré-Lichine einige hübsche kleinere Bordeaux zu erträglichen Preisen (2005er Rollan de By ist mit 42,00 EUR/Fl. in der Gastronomie nicht überteuert), von der Rhône kommt Chapoutier (Cotes du Rhône, Belleruche), aus Deutschland Wagner-Stempel, Dr. Loosen, Ruck und Fürst. Einige interessante und fair kalkulierte Franzosen und einige Spanier (Priorat) haben außerdem Aufnahme in der Weinkarte gefunden. Das Weinrepertoire lässt damit so einige Spielmöglichkeiten zu.

Das schreiben die anderen: Patrick Dussert-Gerber

Der aktive Autor hat sich in der aktuellen Ausgabe von "Millésimes" mit seinem Champagner-Classement für 2010 zu Wort gemeldet. Nicht zur Unzeit, wie ich meine, denn Zeit für Champagner ist bekanntlich immer – nicht nur kurz vor Weihnachten. Also, was schreibt er denn? Zunächst mal muss man seine Classements kennen. Darin unterscheidet er zwischen erst-, zweit- und drittklassifizierten Weinen. Diese Classements stellt er für jede Weinbauregion gesondert auf, d.h. ein erstklassifizierter Champagner unterliegt den Regeln seines Champagner-Classements und ist insofern nicht vergleichbar mit einem von ihm erstklassifizierten Bordeaux. Innerhalb der jeweiligen Classements herrscht nochmal eine Hierarchisierung, wobei Dussert-Gerber im Champagner-Classement jede Klasse nochmal in kräftige und elegante Champagner unterteilt. Dabei fließen Werte wie Reifevermögen, Preis-Leistungs-Verhältnis und Kontinuität der letzten Jahrgänge einer Cuvée ein. Wer also in der Spitze eines Classements steht, dem kommt eine gegenüber den nachfolgenden Weinen herausgehobene Bedeutung zu.

Bling-Bling-Champagner und Wirtschaftskrise

Champagner ist ein zuverlässiger Konjunkturindikator, sagt man. Doch was passiert eigentlich genau in der Champagne, wenn Krisenzeiten anbrechen? Klar, da werden Arbeitsplätze abgebaut, Verwaltungsstrukturen verändert, Lagerbestände weggeramscht, Modernisierungs- und andere Projekte gestoppt. Mit diesen anderen Projekten wollen wir uns einmal näher befassen.

Seit 2000 und gegen den Trend der geplatzen Internetblase waren Champagner, Vodka und Cognac die französischen Exportzugpferde schlechthin. Zuwachsraten bis zum Rand der Produktionskapazität, wie selbstverständlich vorgenommene quartalsmäßige Preiserhöhungen und eine traumhafte Aufwärtsentwicklung allenthalben, vom simplen Standardbrut über ausgesuchte Crus und Jahrgänge bis hin zu den Spezialcuvées und Prestige-Champagnern konnte man da staunend mitverfolgen. 

Mehltau-updates 2010: Oidium und Peronospora in der Champagne?

Die einen frohlocken, die anderen warnen. Richard Geoffroy, der verantwortliche Kellermeister bei Moet et Chandon für die Cuvées Dom Pérignon, berichtet von einer problemlosen, teilweise schon abgeschlossenen Blüte bei Avize und Le-Mesnil. Die kühlen Morgenstunden der letzten Wochen scheinen den Pflanzen nicht geschadet zu haben. Die Pinots in den kühleren Gegenden dagegen befänden sich noch in voller Blüte. Er weist ganz besonders darauf hin, noch keine Spur von (falschem) Mehltau oder Peronospora ausgemacht zu haben, kündigt aber an, wachsam bleiben zu wollen.

Neues von der CO2-Front

Der Destillateur Goyard hat im April eine Biomassekraftwerk in Betrieb genommen. Damit lassen sich bis zu 8000 kWh überwiegend aus (Trocken-)Schlamm, wie er bei bei der Herstellung von Trestern anfällt und aus allen möglichen Nebenprodukten der Weinbergsarbeit, erzeugen. Die Anlage versorgt den Destillationsprozess mit bis zu 12 Tonnen Wasserdampf pro Stunde und ersetzt eine der veralteten gasbetriebenen Anlagen. Der Gasverbrauch wird so um 80 – 90% vermindert, der CO2-Ausstoss sinkt um 13%.

Gefördert wurde die 2 Mio. EUR teure Anlage mit 570.000 EUR aus europäischen Haushaltsmitteln, in fünf bis zehn Jahren soll sie sich amortisiert haben.

1 2 3 7
Wein-Glossar



Lizenzangabe
Creative Commons Lizenzvertrag


sparkling-online von Boris Maskow steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Beruht auf einem Inhalt unter www.sparkling-online.com.
TopOfBlogs