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Monatsarchive: März 2011

Trendy Trentino?

I. Trendy Trentino?

Aus der Appellation Trento DOC kommen knapp 9 Mio. Flaschen Schaumwein jährlich, der größte Teil davon wird von Genossenschaften auf den Markt gebracht. Die Spitzenerzeugnisse der Region verdienen einen prüfenden Schluck:

1. Abate Nero, BdB, Extra Brut (2008), dég. 2010

Säuerlicher, phenolischer Pillenboxduft, Bierhefenase, darunter Birne, gelber, mehliger Apfel. Im Mund dementsprechend eher fad. Kein großes Vergnügen.

2. Cantina Endrizzi, Mill. 2007

Überwiegend Chardonnay, etwas Pinot Noir.

Kandierte, zitrusfruchtige Nase mit buttrigen Verzierungen, aber auch hier eine unsaubere Bierhefenase, im Mund runder, wohl hauptsächlich, weil merklich höher dosiert.

Bordeaux Grand Crus: 2008

Einer der wenigen Nicht-Jahrhundertjahrgänge des Jahrzehnts. Genaues Hinsehen lohnt sich hier weniger wegen einer zu erwartenden hohen Geldrendite, sondern weil einigermaßen bezahlbare Schätzchen darunter sind.

1. Carbonnieux Blanc

Fruchtig, expressiv, etwas weich, guter Gegenwert fürs Geld, wenn man ihn für gute zwanzig EUR eingekauft hat.

2. de Fieuzal Blanc

Mineralisch, mittelgewichtig, entwickelt eine etwas pfeffrige Gemüsenote, geht dann aber noch schmelzig aus. Schicker Wein.

3. Larrivet Haut-Brion Blanc

Seidenglatt, wirkt aufgrund mangelnder Säure etwas behäbig, dafür wie poliert. Wohl eher nichts für die lange Lagerung.

4. Latour-Martillac Blanc

Champagner roundup

1. Maurice Vesselle, Grand Cru Millesime 2002

85PN 15CH. Kein BSA. Nachdem ich vor Jahren in einem Pariser Nicolas-Laden an der Ave. Kléber nächst meinem dort bevorzugten Hotel keine besonders gute Erfahrung mit Georges Vesselle gemacht hatte, war mir der ganze Erzeugername vermiest. Erst nachdem ich mich vor Ort in Bouzy eines besseren überzeugen konnte, wurde zumindest der sippenverhaftete Maurice Vesselle endlich rehabilitiert. Ein gute Leistung hat er mit dem 2002er abgeliefert, der fleischig ist, eine angenehme Haselnuss- und/oder Mandelnote von seinen schönen Bouzy-Pinots gibt ihm zusammen mit den aus dem Untergrund durchklingenden Aromen von frischem Kirschkompott Gehalt, der Chardonnayanteil macht sich mit erstaunlichem Geltungsdrang im Bereich der Apfel-Zitrusnoten bemerkbar.

Kellerstreifzüge

I.1 Pichon-Longueville Comtesse de Lalande, 1978

Krachende rote Paprika, Spuren von Schokolade und Minze. Weich und rund, dabei weder mollig noch irgendwie eingeschnürt. Da ist nichts schlaffes an diesem reifen Wein, den ich mit Freude geöffnet habe und von dem ich die mir nun noch verbliebene Flasche wahrscheinlich nicht mehr lange geschlossen halten kann.

I.2. L'Evangile, 1979

Ein weiterer schöner Vertreter aus Bordeaux, der aber trotz seines vielversprechenden Namens nicht ganz an die Comtesse heranreichte. Der Wein war fein, reif, hatte alles, was ich von ihm erwarten durfte, aber mir fehlte einfach der letzte Zauber, das letzte bisschen herausragende Originalität.

Wein-Glossar



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