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Monatsarchive: Dezember 2012

Große Häuser, große Jahrgangschampagner?

Nimmt man das weitverbreitete Großhausbashing ernst, dann dürfte von den notorischen Industriechampagnererzeugern kein vernünftiger Champagner zu erwarten sein, sondern ein perfide auf schnellen Geschmackserfolg getrimmte Einheitssauce, mit der sich die kritiklosen Massen betäuben lassen. Das stimmt in seiner Pauschalität natürlich schon nicht bei den Standardbruts der mengenmäßig größten Häuser, aber weil Standardbrutverkostungen mit dem Zweck, allgemeine Vorurteile zu widerlegen langweilig sind, habe ich mich der kaum minder großen Mühe unterzogen und in munterer Runde einige Jahrgangschampagner einiger mittelgroßer und großer Häuser näher betrachtet. Nicht ohne den Spaß dabei aus den Augen zu verlieren und nicht ohne die eine oder andere eingeflochtene Überraschung. Voilà:   

Heimat, Deine Sterne – Die Sektempfehlungen des Gault Millau

Der liebe Jan Buhrmann hat für den Gault Millau einige deutschländer Festtagstropfen ausgewählt, die ich einfach mal frech mitverkostet habe. Hier meine Ergebnisse.

1. Solter Pinot Noir Cuvée "Lilly Rosé“ 2004

Beerig, laktisch, mit Reifesignalen. Rheingauer Kraft, badischer Saft, aus dem Rheingau kommt außerdem die sich langsam zurückziehende Säure. Kein Powersekt, sondern eher was beschauliches.

2. Frank John – Hirschhorner Hof Riesling Brut Reseve "Buntsandstein" 2008

Beerig und rotapfelig, recht fruchtig, etwas bonbonig mit mäßiger, obgleich noch nicht betulich wirkender Säure und milder Chorizonote, trinkt sich insgesamt ziemlich easy.

3. Fürst von Metternich Riesling Sekt trocken

Reingespitzt: Coquille St. Jacques, Neuwied (1* GM)

In das nächst Koblenz gelegene Neuwied zog mich, von Damenbekanntschaften gelegentlichen Geschäftsterminen abgesehen, nie etwas. Bis ich eines Abends im Koblenzer Gavino betrunken am Tresen eingeschlafen bin zufällig Florian Kurz kennengelernt habe, der das Gourmetrestaurant Coquille St. Jacques in der ehemals fürstlich Wied'schen Residenz, dem heutigen Parkrestaurant Nodhausen von Familie Kurz führt. Im Jahr 2008 eröffnet, gab es bereits Ende 2009 den ersten Stern. Die Weinkarte von Vater Armin Kurz ist kenntnisreich und liebevoll aufgebaut, geizt nicht mit Gemmen aus der Region. Eine davon diente mir als Eröffner: Weingut Selt, Leutesdorfer Riesling-Sekt Brut 2010; hinterließ, nachdem Leutesdorf zwar nah, aber mir nicht sehr präsent ist, einen guten ersten Eindruck bei mir. Die Säure hätte ich mir für die ersten Gänge etwas ausgeprägter gewünscht, aber wenn man den Sekt als reinen Apéro nimmt, ist er nicht zu beanstanden. Schlanker Mittelrhein-Riesling-Sekt, von dem es ruhig mehr geben dürfte. Als Begleitung durch das Essen habe ich den jetzt schon sehr feinen Wagner-Stempel Heerkretz 2008 ausgewählt.

Wein-Glossar



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