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Monatsarchive: August 2013

Mareuil trifft Ay: Champagne R. Pouillon – René Geoffroy

Mareuil sur Ay liefert sich einen gewissen Kleinkrieg mit dem berühmten Grand Cru Nachbarort Ay. Mareuil ist "nur" mit 99% auf der (für mich immer bedeutungsloser werdenden) échelle des crus ausgestattet, Ay hat die volle Punktzahl. Ay hat mit Bollinger, Deutz, Lallier und Gosset namhafte Häuser anzubieten, mit Henri Giraud, Goutorbe, de Meric, Fliniaux stehen außerdem Erzeuger bereit, die den hohen Ruf des Örtchens bedingungslos zu veretidigen bereit sind. Nur dass in Mareuil eben auch nicht gepennt wird. Billecart-Salmon und Philipponnat sprechen da eine sehr deutliche Sprache und eigentlich ist es heute überhaupt nicht nachvollziehbar, dass Mareuil neben Ay von Grand Crus wie Tours sur Marne, Oiry und Chouilly umgeben sein soll, ohne selbst Grand Cru sein zu dürfen. Ein wenig erinnert das an den Status von Mouton Rothschild bis 1971. 

Dom Pérignon 2004

Der 2004er Dom Pérignon kursiert schon seit Monaten als Vorabprobierfläschken in Kritiker- und Meinungsmacherkreisen und durch eine Häufung glücklicher Zufälle hatte ich gleich mehrmals die Möglichkeit, diesen von mir sehnlichst erwarteten Champagner zu probieren um meine eigene Flasche möglichst lange zu schonen. Denn Dom Pérignon ist der Champagner, der mich mit dem 90er Jahrgang überhaupt erst restlos für den Champagner entflammt hat und seither hat er einen besonderen Stellenwert in meinem Champagneruniversum. Ich muss einräumen, dass ich nach dem 90er Dom nicht nahtlos schöne Erfahrungen anknüpfen konnte, meine Beziehung zu dieser speziellen Cuvée ist sogar eine eher schwierige, waren doch 92, 93 keine ganz großen Würfe und selbst nach ein paar obligatorischen Jahren der Flaschenreife keine Sextoys. Vom 95er dagegen war ich sofort angetan und heute bin ich sogar begeistert, auch 96 ist eine sichere Bank, von zu vielen Korktreffern abgesehen. Doch dann wurde es schwer, 98, 99, 00 schlugen stilistisch einen japanisch anmutenden Weg ein, reduzierte, reduktive Ausstattung, alles schlicht, meditativ, zenhaft, jodig, mineralisch, meergeprägt, algig und ganz ohne die sagenhafte Schwerelosigkeit, die ich am Dom Pérignon, insbesondere nachdem ich mich den reiferen Jahren bis zum fabelhaften 1959er und darüber hinaus 1955 (demnächst sogar dem seltenen 1953er) genähert hatte, immer so bewundert habe. Dann kam 2002, eine erste Abkehr vom japanischen Irrweg, doch ich wusste zwei Dinge: es würde auch noch ein schwieriger 2003er kommen. Aber: dann käme 2004 und eine Reihe von Jahrgängen, unter denen 2008 und vielleicht 2012 herausragen werden, bei anderen Erzeugern leuchten sie schon gleißend hell.

Champagne Paulet ./. Champagne Horiot

Hubert Paulet und Olivier Horiot stehen im Schatten der Champagner-Winzer aus dem Marnetal, der Côte des Blancs und der anderen üblichen Gegenden, in denen sich Kultweinmacher finden, deren Namen mittlerweile schon fast jeder Sekttrinker daherbeten kann. Grund genug, sich die beiden Buben immer wieder mal genauer anzusehen.

Das was Monsieur Paulet nicht an Billecart-Salmon sendet, verarbeitet er mit gutem Erfolg selbst. Von den zuckrigen Weinen hat er Anschied genommen und pendelt sich bei einer weinorientierteren Aromatik ein.

1. Brut Tradition Premier Cru

50PM 25CH 25PN, 2008er Basis, nach 7 und 4,5 in den vergangenen Jahren jetzt mit anmutigen 4 g/l dosiert.

Wein-Glossar



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