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rosé

Die Blanc de Noirs Nacht

 

1. Wilhelmshof, 2007

20 Monate Hefelager.

Der erste Wein in einer Verkostung sein zu müssen, ist immer mit Schwierigkeiten behaftet. Der Gaumen mancher Verkoster ist vielleicht noch nicht recht kalibriert, die Begeisterungsschwelle noch nicht alkoholbedingt gesunken. Der Wilhelmshof musste als leicht zu enttarnender Pirat diese undankbare Einsteigerrolle übernehmen. Für den bekanntermaßen exzellenten und vielfach dekorierten deutschen Sekterzeuger mit der hohen Champagneraffinität war die Pole-Position leider besonders ungünstig, denn und Champagner lassen sich nur ganz schwer in einer Probe, bzw. in einem flight unterbringen. Hinzu kommt noch, dass der konkret verkostete mit einem unangenehmen Sauerkrautstinker nicht auf Anhieb begeistern konnte; besser wurde er dann zu allem Unglück auch nicht mehr. Keine Spur von der sonst vom Wilhelmshof bekannten -Noblesse, keine betörende Frucht, zwar ein angenehmes Mundgefühl, aber letztlich zu wenig von allem.

ChampagnEskapade zum Sommerschluss

 

ist ein Örtchen, das selbst bei dämmeriger Beleuchtung noch genügend von sich erkennen lässt, um sensible Besucher zu verstimmen. Dass dort Edelreben wie gedeihen sollen, hört sich unglaublich an. Bei jedem Besuch in dieser zugigen Ecke quält mich die Frage, ob die Winzer hier nicht in Wirklichkeit ihren Champagner aus Maiskolben und Raps gewinnen. Doch dann fahre ich beispielsweise bei vor, werde von der stets gut gelaunten und um die Augenpartie herum auffällig farbenfroh geschminkten Valérie Delagarde empfangen und beim ersten Glas vergesse, resp. verdränge ich die bangen Fragen.

1. Yves Delozanne, NV

Weitere Champagnermedaillen bei der Challenge International du Vin

Beim 34. Wettbewerb der Association Concours des vins gingen am 23. April 2010 insgesamt 22 Medaillen in die Champagne.

Gold erhielten:

Champagne Diogène Tissier et Fils, Millésime 2005,

Champagne Moutardier, Cuvée Rosé,

Champagne David Coutelas, Millésime 2003,

Champagne Maurice Vesselle, Grand Cru Rosé ,

Der noch junge Erzeuger Coutelas hat etwas positive Aufmerksamkeit sicher verdient und dürfte sich über das Gold für den Problemjahrgang 2003 sehr freuen. Maurice Vesselle aus hat das Gold in diesem Bewerberfeld sicher ebenso verdient. Moutardier, dessen Rosé ein reiner Pinot-Meunier ist, gehört mit dieser Rebsorte zumindest zu den besten Traubenlieferanten der Vallée de la Marne und ringt mit den Genossen von Leuvrigny um die Krone. Schön, dass der sympathische Erzeuger nun auch mit eigenem Champagner nach oben zu kommen versucht. Tissiers jungen Jahrgang kenne ich leider nicht.

Notizen von der Champagerprobe: rund um die drei Jahreszeiten

Opener: Mis en Cave 2000

. Drittelmix. 1999er Basis mit 40% Reservewein, Dégorgement 2005.

Eines der letzten Werke von , der 2002 viel zu früh verstarb. Dégorgement demnach unter der Leitung seines Nachfolgers . Honig, Kaffee, Kakao, empyreumatische Noten. Fast schon zu seriös für das zwanglose warming up auf der sonnenbeschienenen Terasse mit Blick auf die Marksburg.

Kleine Vorspeisenauswahl, darunter Krabben-Espresso, geschmorte Champignons mit Salat von getrockneten Tomaten, Gurken-Kräutercrème mit Scampi. Vom seriösen, sehr gediegenen Charles konnte man zu der leichten Sommerkost nicht so viel erwarten, die beiden herbfrischen Champagner aus dem Starterflight passten da deutlich besser.

Mehr vermischte Champagnernotizen

Dieses Jahr lag Christi Himmelfahrt günstig. Was kann man in so einem Fall besseres machen, als kurz in die Champagner zu düsen?

I. Grand Cru

. Grand Cru.

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