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La Vieille Maison: Cognac Prunier

 

Der Chef von Cognac Prunier ist Stéphane Burnez, ein Mann, der perlend gutes Deutsch spricht, unter anderem, weil er Deutschland so sehr mag, obwohl der hiesige Cognac-Markt schwierig ist und bei weitem nicht die Margen abwerfen dürfte, die ein einziger chinesischer Milliardär bescheren kann, wenn er eine Hochzeit adäquat mit Luxusspirituosen auszustatten wünscht. Prunier wurde 1700 gegründet und ist damit eines der ältesten Häuser der Region. Deshalb nennt sich Prunier folgerichtig "La Vieille Maison". Eigene Weinberge gibt es nicht, daher wird überwiegend aus den Fins Bois, der Petite Champagne und der Eau-de-vie gekauft. Die Lagerung erfolgt in alter Limousin-Eiche. Für die Reduktion der Brände bedient sich das Haus einer speziellen Methode: die frisch destillierten Brände werden mit einem Schluck Wasser von ca. 72% auf 65% herabgesetzt und können dann in Ruhe altern. Die Herabsetzung zur endgültigen Trinkstärke erfolgt dann wiederum sehr individuell in einem Zeitraum von einem halben bis zu einem ganzen Jahr.

I. V.S.O.P.

GC, PC, FB, 7 Jahre alt.

Fruchtig; Apfel, Birne, Nektarine, Früchtebrot, Ingwer. Glatt, leicht seifig, erfrischend. Eignet sich gut zum mixen, für den Sologenuss oder zu Speisen ist er zu leicht.

II. X.O.

17 Jahre alt.

Mehr Rancio von der buttrigen und teigigen Art. Auch kratziger, ruppiger, eckiger als der V.S.O.P., mit ausgeprägterem Trockenfrucht- und Rosinengeschmack.

III. Reserve de la Famille X.O.

GC, PC, FB, Brände bis 1938.

In der Nase rauchig und sperrig, erst mit viel Luft zeigen sich delikatere Aromen, Pilze, Holz, braune Butter, Trockenblumen und medizinale Noten. Im Mund spritzig und leicht, ja sportlich.

IV. Très Vieille Grande Champagne X.O.

GC, durchschnittlich 45 Jahre alt, teilweise Brände vom Beginn des 20. Jahrhunderts.

Fruchtbetonter Cognac, bei dem sich eine wichtige Stärke der Grande Champagne zeigt: nämlich Fruchtaromen über extrem lange Zeiträume konservieren zu können. Orangen, Nektarinen, Grapefruit, außerdem voll entwickeltes und facettenreiches Rancio von nussig über schokoladig bis hin zu einem leicht angeräucherten Duft; Blüten und Pfeffer, ein manchmal vorwitziger Alkohol, der sich mit dem Duft von Milchkaffe verbindet, ausgehend Zedernholz, salzige Aromen und ein sanftes Glühen, dabei schwebt über allem ein saftiger Fruchtcharakter.

V. Extra X.O.

Brände aus der Zeit von 1953 bis 1957, komponiert aus vier unterschiedlichen Lots.

Zunächst undurchdringliche Nase, die außer Klebstoff gar nichts hergeben wollte. Das wandelte sich mit Luft zu einer indiffferenten Teernote, die sich langsam über grasige und kräuterige Aspekte weiterentwickelte und fermentierte vegetabile Noten freigab, die in Richtung Formosa Ooolong neigten. Nach einer halben Stunde dann eine sehr weinige Interpretation von Earl Grey, Kumqat, Yuzu und Blutorange, dazu Buttercookies, Schokomuffins, bröckeliger Honig, Ingwer, Veilchenduft, Lavendel, Rosmarin, Salbei. Im Mund sehr dynamisch, muskulös, aber nicht schwer.

VI. Single Barrel Vintage 1967 straight from the cask (56% vol.alc.)

600 Flaschen gibt es von diesem unverdünnten Cognac. Der ist in der Nase voller Nuss und Kastanie, mit der Zeit kommen Taubnessel, Verbene, agrûmes, dicke altmodische Orangen- und Madarinenbonbons, Butterscotch, Torf, Malz, Unterholz und Pilze zum Vorschein. Außerdem Café au Lait, Crème brûlée und ein gerbender Eindruck. Heißer Stoff!

Wein-Glossar



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