Der Destillateur Goyard hat im April eine Biomassekraftwerk in Betrieb genommen. Damit lassen sich bis zu 8000 kWh überwiegend aus (Trocken-)Schlamm, wie er bei bei der Herstellung von Trestern anfällt und aus allen möglichen Nebenprodukten der Weinbergsarbeit, erzeugen. Die Anlage versorgt den Destillationsprozess mit bis zu 12 Tonnen Wasserdampf pro Stunde und ersetzt eine der veralteten gasbetriebenen Anlagen. Der Gasverbrauch wird so um 80 – 90% vermindert, der CO2-Ausstoss sinkt um 13%.

Gefördert wurde die 2 Mio. EUR teure Anlage mit 570.000 EUR aus europäischen Haushaltsmitteln, in fünf bis zehn Jahren soll sie sich amortisiert haben.

Goyard produziert und Champagnerbrände (, Fine de la Marne), einen großen Teil des in der Champagne durch Zwangsdestillation enrzeugten Industriealkohols, aber auch kosmetische Vorerzeugnisse auf Polyphenolbasis und Nahrungsmittelprodukte auf Traubenkernbasis sowie Tierfutterstoffe.