Vins Clairs 2011:

Das jüngste Mitglied der Winzertruppe der Terres et Vins de ist die zierliche aus Polisot an der Aube. Seit bewirtschaftet sie die 2,5 überwiegend mit und nur zu 10% mit Chardonnay – jeweils aus sélection massale – bepflanzten Hektar des nach ihrer Großmutter benannten Betriebs. Jungfernjahrgang war 2005. Die Vins Clairs für Résonance, Efflorescence, Eloquence habe ich probieren können. Die beiden ersten sind reine Pinot Noirs, der Vin Clair für die Efflorescence wurde nicht geschwefelt, hat aber einen langen biologischen Säureabbau hinter sich, Eloquence ist ein reinsortiger aus den Jahren 2011 (53%) und 2010 (47%).

Champagner:

Während einer Tour durch die Weinberge habe ich die Efflorescence von zu gegrillten Boudin und Boudin Noir, Gougères und Schweinebauch probiert. Herrlich. So schlank der zartapfelblütenduftende wirkt, so hemmungslos genussfreudig zeigt er sich zu den rustikalen Köstlichkeiten vom Grill. Wer skandinavisches Alu- und Stahlinterieur schätzt, die dänische und schwedische Formensprache mag, im Urlaub eine Mischung aus Städtetrip und Saunablockhütte in der Einsamkeit pflegt, ist bei Marie-Courtin bestens aufgehoben.

1. Eloquence 2008

100CH, Holzfassvinifikation.

Energiegeladen und drahtig, feminin, aber nicht damenhaft, entspricht ein wenig der Macherin selbst.

2. Résonance 2009

100PN, Stahltank.

Stark, rein, von schneidender Klarheit, die sich bis zum lupenreinen finish hält.

3. Résonance 2009 ungeschwefelt

Kann mit der geschwefelten Version nicht mithalten und wirkt lascher, nicht so risikofreudig, irgendwie ärmer und zum Schluss nicht klar, sondern nur wässrig.