Vins Clairs 2011:

Noir Aÿ en Blanc, Pinot Noir Aÿ en Rouge, 1er cru. Die Grundweine habe ich dieses Jahr nicht probiert.

Champagner:

Die von Goutorbe sind mir immer etwas zu hoch dosiert gewesen. Daran hat sich dieses jahr nichts geändert. Wer den Chic eines Winzerchampagners mit dem Geschmack eines großen Hauses sucht, ist hier richtig.

1. Prestige

70PN 25CH 5PM, mit 9,6 g/l dosiert.

Für eine Cuvée, die den Namen "" trägt, zu kurz geraten. Sonst stimmt alles, der ist mit großem Geschick hergestellt, vermeidet jede Konfrontation und jedes geschmackliche Risiko. Ein bisschen fühle ich mich an die von Serge Mathieu erinnert, die unter einem ähnlichen Motto stehen: difficile à faire, facile à boire.

2. d'Aÿ Millésime 2005

67PN 33CH, mit 9 g/l dosiert.

Herber und charaktervoller als der Prestige, obwohl die technischen Unterschiede nicht sehr groß zu sein scheinen. Jedenfalls ein Schritt in Richtung ausgeprägter Individualität. Ob Etienne Goutorbe noch sehr viel weiter auf diesem Weg gehen wird, erscheint mir indes zweifelhaft.

3. Rosé d'Assemblage

63PN aus den lieu-dits Raron und Cochemont, 25CH und 12PN als Rotweinzugabe, beide aus dem Aÿ Froide Terre; wieder mit 9,6 g/l dosiert.

Heißfruchtig mit kitschigen Anklängen, die jede Spur von großem Aÿ-Wein übertönen. Könnte mir mit der Hälfte des Zuckers viel besser schmecken.