Posts Tagged ‘2002’
Besuch bei Champagne Bernard Tornay
Freitag, Februar 19th, 2010
Besuch bei Bernard Tornay
Alle Champagner dieses sympathischen Winzers aus dem Grand Cru Bouzy sind mit 9-10 g/l dosiert und durchlaufen einen biologischen Säureabbau. Verschlossen wird seit sechs Jahren mit Mytik. Thierry Gasco, Kellermeister und Nachfolger von Prince Polignac bei Pommery, ist ein langjähriger Freund des Hauses und kauft die nichtklassifizierten Trauben von Tornay aus Riceys. Und das coole, loungige Design des Verkostungsraums hat die Frau von Pol-Roger-Chef Hubert de Billy zu verantworten. So klein ist die Champagne. Schön übrigens, dass der Erzeuger versucht, eine Bibliothek mit alten Jahrgangschampagnern anzulegen.
1. Palais des Dames
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Silvesterchampagner
Freitag, Januar 1st, 2010
I. Gloria Ferrer Sonoma Brut
Ca. 90PN, 10CH, ca. 25% Tête de Cuvée, 20 Grundweine; 18 Monate Hefelager, 13g/l Dosage.
Saftig, mostig, Gummibärchennase. Reduktiv. Duft und Geschmack von Birne, Melone und rotem Apfel, mit Luft etwas röstig. Trinkt sich wie frischer Saft, etwas unchampagnerhaft, aber dadurch nicht schlechter.
II. Besserat de Bellefon Cuvée des Moines Rosé
30CH, 30PN, 40PM. Crémantstil, mit etwas weniger Flaschendruck und sehr crèmiger, sahniger Textur. Zunächst Duft von Buttercrèmetorte, Geschmack von Brombeerjoghurt, eher schwer am Gaumen. Dann entwickelt sich mehr und mehr Brioche, eine sanfte Röstaromatik gepaart mit frischer, sahniger Butter, immer noch sehr dicht.
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Cuvée zum Generationenwechsel bei Alfred Gratien
Mittwoch, Dezember 30th, 2009Das in Epernay ansässige Haus Alfred Gratien hat anlässlich des Generationenwechsels in der Kellermeisterdynastie Jaeger eine besondere Cuvée herausgebracht. Jean-Pierre Jaeger, der das Amt nun an seinen Sohn Nicolas weitergegeben hat, kreierte zusammen mit seinem Nachfolger eine nochmals strenger limitierte Cuvée Paradis aus dem Jahrgang 2002, die unter dem Namen "Passation" vermarktet wird.
Die Spielregeln bei Alfred Gratien sind dabei seit vielen Jahrzehnten klar: Saft aus der ersten Pressung und aus Premier und Grand Crus wird ohne biologischen Säureabbau in Barriques vinifiziert und nach der zweiten Gärung handgerüttelt. Die so entstandenen Paradis Blancs und Rosés gelten wegen ihres Reifevermögens als sehr gutes Kellerkapital und sind zudem im unteren Preisbereich der Prestigecuvées angesiedelt.
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Einige Winzerchampagner
Mittwoch, Dezember 23rd, 2009I. J. et J. Berat, Special Cuvée
Gar nicht mal so kleiner Erzeuger in Boursault, mit schönem Blick auf das Château de Boursault der Veuve Clicquot hinter den Baumwipfeln.
Die Special Cuvvé ist vor allem eine frische, nicht sehr säurehaltige Cuvée aus 60% Pinot Noir und jeweils 20% Chardonnay und Pinot Meunier, 10% neues Holz. Mild, sogar fast sämig am Gaumen, hinterlässt einen leicht klebrigen, aber nicht unsauberen Eindruck.
II. J. et J. Berat, Millésime 1999, dég. 2008
70 CH, 30 PN
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Das schreiben die anderen: Jacques Dupont, Le Point Magazine
Mittwoch, Dezember 23rd, 2009
Jacques Dupont berichtet in seinem berühmten Champagnerdossier im Magazin Point über die performance aktueller Champagner; nicht jedoch, ohne zuvor darauf hinzuweisen, dass
«les champagnes sont vendus à une date trop proche de leur dosage, c’est-à -dire de leur mise en bouteille définitive. La liqueur de dosage que l’on ajoute pour remplacer le volume de dépôt que l’on a retiré de la bouteille n’a pas encore eu le temps de s’intégrer au vin. Trois mois, six mois, c’est trop court. Une année ou deux, si vous tenez le coup, c’est beaucoup mieux…».
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Champagne-Kurztrip: Ledru, Bonnaire, Diebolt u.a.
Montag, Dezember 14th, 2009I. Marie-Noelle Ledru, Ambonnay
Die sehr resolut wirkende Mme. Ledru öffnete
1. Extra Brut 85PN/ 15CH mit 50% 2003 und 50% Reserveweinen aus den
Jahren 1999 und 2002. Die holznahe Nase wies in die falsche Richtung,
Holz kam bei diesem Champagner nicht zum Einsatz. Der Wein wirkte
angenehm und fruchtig, ließ aber etwas rondeur vermissen. Kraft, die
er zu besitzen scheint, ist eben nicht alles.
2. Brut, gleiche Cuvée, jedoch mit 8g dosiert. Hier zeigte sich die
ganze Stärke des Spätburgunders aus gutem Hause und guter Lage.
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Essen verwöhnt
Donnerstag, Dezember 10th, 20091. 1/2 hummer, dazu bruno paillard première cuvée
der hummer schwamm leider im dressing und war auch arg klein. daher war es schwer, an das scherenfleisch zu kommen, zumal mit messer und gabel. bruno paillards arbeit überzeugte da schon mehr. reife, leicht oxidative art mit viel apfel und spritz.
2. tortelloni al tartufo (schwarz), dazu wieder den bruno paillard
die tortelloni waren gut, eine war am rand einen tick zu hart, es gab reichlich sauce, die ich auch gern in einer kleinen tasse ordere, wenn sie mir schmeckt, beim trüffel wurde nicht gegeizt. gut dazu wieder der paillard, dessen reife art eine schöne kombination gerade mit dem trüffel ergab
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Châteauneuf-du-Pape: 1978
Donnerstag, Dezember 10th, 2009Peter jakob kühn quarzit 2007 – nice starter with fresh acidity and this typical stinky pjk nose
1st flight
1.1 granville cuvee royale negoce – malt, soil, iodine, rather thin, not very harmonious, not much fun to drink, more or less over the hill
1.2 chateau de vaudieu – same malty and earthy flavours with slightly metallic undertones which disappeared with some air. well-rounded sweetness and some eau de vie de kirsch, slightly too much alcohol on the palate, apparently some splendour left, but the wine has been declining for years already
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Kleine Blanc de Blancs Auswahl
Donnerstag, Dezember 10th, 20091. Thierry Bourmault, Cuis: Blanc de Blancs “Sylver Class” Non Vintage
Recht klar als Blanc de Blancs erkennbarer, mineralischer, leichter Champagner, der edle Herkunft erkennen lässt; im Mund schon eine sehr anregende Spritzigkeit, noch etwas mehr Frische, und er würde sich als Durstlöscher im positiven Sinne eignen.
2. Henri Mandois, Pierry: Blanc de Blancs Premier Cru 2002 en Magnum
zurückhaltende, anfangs tiefgründige Nase, die dann leider abflacht. Im Mund auf größeres Publikum getrimmt, schmeichlerisch, dabei mit etwas kargen Aromen und gleichzeitig nicht sehr stark durchdringender Mineralität. Der Champagner könnte feiner sein, kam mir auch etwas zu süss vor, was der Jahrgang gar nicht gut verträgt. Nett.


