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Monatsarchive: Juni 2015

Champagne round-up, glyphosatfrei (hoffentlich), Teil II/II

Oft ist die Rede vom Generationswechsel in der Champagne und andernorts. Da ist etwas wahres dran. Seit den 2000er Jahren ist insbesondere in der Champagne zu beobachten, dass eine neue Generation ans Ruder tritt und das allein wäre sicher nicht der Rede wert, weil es laufend und überall so geschieht. Aber: in der Champagne geht mit dem Generationswechsel ein Paradigmenwechsel einher, den ich schon mehrfach thematisiert habe. Nicht nur, dass die Winzer mittlerweile selbstbewusst als Winzer auftreten und dabei sind, so etwas wie eine Winzeridentität zu bilden – auch wenn es schon wieder gegenläufige Tendenzen geben mag und immer mehr erfolgreiche Winzer sich um eine Négociantzulassung bemühen. Nein, darüber hinaus ist es so, dass immer mehr Winzer immer größere Anteile ihres Rebbesitzes aus dem Traubenverkaufsgeschäft herauslösen, bzw. entsprechende Verträge mit den Traubenaufkäufern nicht verlängern. Je nach Risikobereitschaft belassen die vermeintlich kleinen Winzer nur noch mehr oder minder existenzsichernde Teile ihrer Flächen im Verkaufssystem und leisten sich mit dem anderen Teil die wagemutigsten Experimente. Das bringt die gesamte region weiter, denn je weiter die Winzer in allen Winkeln der Champagne ihre Sache treiben und zuspitzen, desto mehr erfahren wir schließlich über die extreme, zu denen das gebiet als Ganzes in der Lage ist. Einige junge Winzer, die sich überwiegend dem Fassausbau verschrieben haben, stelle ich hier ausschnittweise vor.   
 

Wir starten im Norden, bei Reims.

Champagne round-up, glyphosatfrei (hoffentlich), Teil I/II

Honigbienen, die ich für großartige Geschöpfe halte, bürsten die bei ihren Pflanzenbesuchen am Körper haften gebliebenen Pollenkörner mit ihren Füsschen in Pollenkörbchen den Hinterbeinen, wo sie zu Pollenhöschen verkleben und bei der Rückkehr in den Bienenstock in leeren Waben abgelegt werden, um daraus Honig zu machen. Ganz so ist es bei mir nicht. Doch immerhin nehme ich bei meinen Touren durch die Champagne manche Information mit, um sie dann in mehr oder weniger veredelter Form zu verschriftlichen und mich damit der – zum Glück sehr kleinen – Fach- und interessierten Laienöffentlichkeit aufzudrängen. Jetzt ist es wieder an der Zeit, eine dieser Waben zu öffnen und einige der berichtenswerteren Eindrücke meiner jüngeren Anstrengungen freizugeben.  

Die Reifeprüfung – Comtes de Champagne in der Bibliothek (*/16), Balduinstein

Reinsortige Prestigecuvées sind nicht die Regel in der Champagne. Die lebt vom Mix der Rebsorten, Jahrgänge und Lagen. Reinsortigkeit an sich ist deshalb schon ein statement. Die Erzeuger sind mit diesen statements vorsichtig. Bollinger bewirbt die Vieilles Vignes Francaises nicht, Krug hält sich mit den Clos ebenfalls zurück und Salon ist sowieso ein Sonderfall. Nur Ruinart bekennt sich beim Dom Ruinart offen zum Chardonnay. Und Taittinger. Deren Comtes de Champagne gehören zu den selbstverständlichen Kompagnons der Tischkultur, aber man weiß doch recht wenig über sie. Daher schätzt man sie oft falsch ein. Die schlimmste Fehleinschätzung ist die, wenn man den Wein zu früh öffnet. Ein trauriges Schicksal für den Champagner, der zum Spülhelfer degradiert wird, ohne seine Qualifikation je wirklich ausdrücken zu können. Die Tellerwäscher zum Millionär Geschichte kann so jedenfalls nicht funktionieren. Champagner ist aber nunmal nicht, d.h. nicht mehr, der Tellerwäscher unter den Weinen. Vermeiden wir also in Zukunft, und das ist auch die Lehre, die ich mal wieder aus der Verkostung gezogen habe, ein allzu frühes, unbedachtes Wegtrinken großer Champagner, auch wenn es noch so viel Spaß macht. Warten wird mit noch viel mehr Spaß belohnt.

„Ehrt Eure deutschen Meister!“ Champagner am Limit – Mit Hendrik Thoma im Livestream von Wein am Limit

"Ehrt Eure deutschen Meister!", heißt es schon in Richard Wagners Meistersingern und der Einladung vom Meistersommelier Hendrik Thoma ans Limit bin ich deshalb gerne gefolgt. Was dort passierte, ist hier festgehalten. 
 
Die Champagner:

Gatinois blanc

Gatinois rosé

Christophe Mignon Pur Meunier

Wein-Glossar



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