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Champagne Taittinger reloaded

Bei schaue ich wie bei allen großen Erzeugern alle Jubeljahre in die gute Stube, denn so rasant sind die Entwicklungen dort ja nicht. Andererseits hat man auch nicht immer alle Details über so einen Erzeuger eins zu eins vor Augen und deshalb ist es immer ganz sinnvoll, sich paar Fakten zu vergegenwärtigen. Die Flaschengärung findet bei zB bis zur Methusalem (6l) statt, die Kawentzmänner liegen unter Naturkork und gehören zu den seltenen Großflaschen, mit denen so verfahren wird, normalerweise transvasieren die meisten Häuser auf Anforderung.

Bei den Taittinger-Champagnern ist alles im Lot. Der Brut mit 40CH 35PN 25PM und hohen 9 g/l Dosage wirkt leicht, und wäre elegant, wenn er nicht doch auch etwas flach wäre. Der Rosé mit 35PN 35PM 30CH ist bekanntermaßen fülliger, rotfruchtig und sonst sehr ähnlich gebaut. Was mich aufhorchen ließ, waren die zahlreichen Anspielungen auf die Dosagefrage und vielleicht haben wir demnächst sogar tatsächlich einen Extra Brut von Taittinger? Ich lasse mich überraschen und empfehle für die Wartezeit den Sitzenchampagner des Hauses, von dem ich gleich ein paar Jahrgänge vorstellen will:

Comtes de Champagne 2004

Blanc de Blancs mit Chardonnay aus Chouilly, Cramant, Verzy, Verzenay, 5% Holzanteil 

Butter, Löwenzahnblüte, Sonnenblumenkerne, minimale Toast- und Röstnoten, mit Luft sehr vollmundig bis ausladend, wird der Champagner regelracht massiv im Mund und sehr lang, sehr klar und nach all der Fülle am Ende dennoch reinigend, wie Wassertropfen auf einer Lotusoberfläche perlt die ganze Aromatik ab und verschwindet im Orkus. 

Da ist aber auch der sahnige Taittinger Comtes de Champagne 1983, voller Milchschoki und Kautschuk, der mehr gelutscht als getrunken werden will.

Der Taittinger Comtes de Champagne 1990 ist ganz weich und ultraeingängig, genauso, wie man sich den berühmten jahrgang jetzt wünscht; verführerische Kräuternote mit einer Spur feinem Liebstöckel, abgerundet mit einem Schuss Apfelsaft.

Taittinger Comtes de Champagne 1994 ist leicht röstig, mit feiner Zitrusnote, dazu Kerbel, zarter Liebstöckel und die Kräuterigkeit wirkte auch hier nicht ältlich oder kaputt, wie man das von altem Rotwein kennt, sondern firm und passend.

2005 ist viiel zu jung, speckig und verquollen, da kann man noch nicht viel konkreten Charakter, Talent oder Neigung feststellen.  

 

Wein-Glossar



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