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Terres et Vins de Champagne: Pascal Agrapart

 

Von Pascal Agrapart habe ich zunächst die Vins Clairs für Minéral, Avizoise und Vénus probiert. Die flossen so ruhig dahin wie Eisschollen auf der Wolga im Winter 1942. Viel mehr ließ sich den Weinen im jetzigen Stadium leider nicht entlocken. Bei den frisch degorgierten Champagnern war die Situation ähnlich.

Champagner:

1. Minéral Brut Nature, frisch dégorgiert

2006er Chardonnay, Avize.

So mineralisch, wie der Name sagt. Der ruhigste, in sich geschlossenste und derzeit unbeweglichste Agrapartchampagner, mit dennoch beachtlicher Länge. Mit 3 bis 4 g/l Dosage wird er sich wahrscheinlich am frühesten öffnen, ich tippe auf Frühjahr 2013.

2. Avizoise Brut Nature, frisch dégorgiert

2006er Chardonnay, Avize.

Duft von Leinen, über dem Holzofen getrockneten Pflanzenfasern, Holzfass. Wirkt auf mich noch etwas unausgewogen und unentschieden. Kommt mit Dosage wahrscheinlich zeitgleich oder etwas nach dem Minéral aus der Deckung.

3.Vénus Brut Nature, frisch dégorgiert

2006er Chardonnay, Avize.

Als würde ein Lasso die Zunge umknoten und mit pferdehafter Stärke aus dem Mund herausziehen. Dieser Champagner nimmt den Gaumen in Geiselhaft. Dicht, dunkel, fassig, mit gut abgepolsterter Säure. Phantomhaft und nächtlich, zwar schoon jetzt sehr aktiv, aber nur schwer greifbar. Braucht voraussichtlich am längsten, bis er sich in seiner ganzen Pracht zeigt, egal ob mit oder ohne Dosage.

Wein-Glossar



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