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Terres et Vins de Champagne: Benoit Tarlant

 

Vins Clairs 2011:

BAM (Pinot Blanc-Arbanne-Meslier), vom Sablo-Calcaire aus Oeuilly; Mocque Tonneau (Pinot Noir) vom Calcaire dur aus Celles-les-Condé, der Grundwein für den Vigne Rouge; Chardonnay aus der Lage Crayon, Ausgangsstoff für die Cuvée Louis. Süßsauer wie ein köstliches Asiasüppchen, spaßig und gut war der BAM, was angesichts des ungeliebten Weißburgunders viel bedeuten will. Denn Weißburgunder wirkt beim Champagner auf mich immer wie ein gräßlich entstellter, notdürftig verkleideter Zwerg auf einem ausgelassenen Kindergeburtstag. Beim BAM hatte ich dieses peinliche Gefühl nicht. Mehr Frucht und mehr Schmatz, weniger Quirligkeit hatte der Pinot Noir aus dem Mocque Tonneau. Knorrige, strenge Säure wurde beim Louis-Chardonnay von fröhlich ausgleichender Frucht umtost wie ein Patriarch, der auf dem Familiensommerfest im Kreise seiner tobenden Enkel sitzt.

Terres et Vins de Champagne: Fabrice Pouillon

 

 

Von Elodie und Fabrice Pouillon stammt mit dem 2XOZ ein klares Statement für puren Champagner und die stilistische Visitenkarte: Herbe Zitrusnoten, feingestoßenes Kalkmehl und ein hochfloriger Säureteppich. Säure spielt bei den Champagnern von Fabrice Pouillon nicht die tragende Rolle. Bei ihm sind die aromatischen Vermischungen bedeutungsvoller. Das macht die Champagner schwieriger. 

Vins Clairs 2011:

Terres et Vins de Champagne: Olivier Paulet

 

 

Vins Clairs:

Der Mann, der ein bisschen aussieht, wie ich mir den frühen Dolph Lundgren vorstelle, servierte drei eigentümlich gute Vins Clairs, die Lust auf mehr machten. Die 2009er Assemblage aus 50PM 25CH 25PN, 2010er Meunier von alten Reben aus der Lage Champs à l’Eau ohne Malo im Stahltank vergoren und 2010er Chardonnay aus dem Stahltank.

Champagner:

1. Brut Tradition Premier Cru Extra Brut

50PM 25PN 25CH, mit 4,5 g/l dosiert

Als hätte er meine Bemerkungen zu den im letzten Jahr verkosteten Champagnern gehört und ernstgenommen, war der diesjährige Brut Tradition nicht mehr mit 7, sondern mit viel gesünderen 4,5 g/l dosiert und schmeckte gleich viel besser, entschlackter und fitter.

Terres et Vins de Champagne: Franck Pascal

 

 

Vins Clairs 2011:

62,5PN + 37,5CH sur silex et meulière, PN Marnocalcaire aus dem Barrique , PM sur argiles à calcaires durs aus dem Barrique.

Champagner:

1. Reliance Brut Nature

60PN 25CH 15PM, 2007er Basis.

Der Vorgänger des Reliance hieß Sagesse und basierte auf dem 2006er Jahrgang, war noch ganz anders gestrickt, mit einem viel höheren Meunieranteil und nur 5% Chardonnay, weshalb er kaum Säure ins Spiel geben konnte. So unterschiedlich die Cuvées, so ähnlich sind sie sich in ihrer frühesten Jugend. Der alte Sagesse und der jetzige Reliance sind beide hart und unzugänglich, richtig viel Säure ist mir hier wieder nicht aufgefallen, wir werden sehen, ob sich der Reliance als seines Namens würdig erweis und sich ebenso zuverlässig schön öffnet wie sein Vorläufer.

Terres et Vins de Champagne: Dominique Moreau

 

Vins Clairs 2011:

Das jüngste Mitglied der Winzertruppe der ist die zierliche Dominique Moreau aus Polisot an der Aube. Seit 2000 bewirtschaftet sie biodynamisch die 2,5 überwiegend mit Pinot und nur zu 10% mit Chardonnay – jeweils aus sélection massale – bepflanzten Hektar des nach ihrer Großmutter benannten Betriebs. Jungfernjahrgang war 2005. Die Vins Clairs für Résonance, Efflorescence, Eloquence habe ich probieren können. Die beiden ersten sind reine Pinot Noirs, der Vin Clair für die Efflorescence wurde nicht geschwefelt, hat aber einen langen biologischen Säureabbau hinter sich, Eloquence ist ein reinsortiger Chardonnay aus den Jahren 2011 (53%) und 2010 (47%).

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