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Die grösste Champagner-Bar der Welt: La Côte des Bar (III/III)

Weiter geht die Reise entlang der großen Bar. Die nächste Station ist Veuve Devaux, bevor zum Schluss zwei Mitspieler der Winzertruppe Terres et Vins de Champagne kommen, über die ich im Rahmen der Verkostungsberichte von den großen Frühjahrsverkostungen noch mehr zu sagen haben werde.

VII. Veuve Devaux

Die große Cooperative der Aube gehört mit Co.Ge.Vi, der ältesten Champagner-Genossenschaft, zur Alliance Champagne. Unter deren Dach befinden sich außerdem die Union Auboise und Covama, die mit Marken wie Champagne Pannier, Champagne Jacquart, Champagne Montaudon und Champagne Collet operieren. Ein Riesenladen also, der 2500 ha Rebfläche kontrolliert. Marie Gillet und Kellermeister Parisot waren so freundlich, mir Teile dieses Reichs zugänglich zu machen.

ProWein 2014 – Die besten Champagner und Schaumweine

Die Prowein begann für mich am Samstag unter anderem mit einem sehr seltenen Champagner: de Marne – Frison Cuvée "Elion" Rosé. Von de Marne -Frison habe ich schon verschiedentlich berichtet und dabei letzthin leider auch erwähnen müssen, dass die Zukunft des 6,5 Hektarguts in Ville sur Arce (Aube) ungewiss ist. Aber Valerie Frison macht allein weiter, nachdem ihr Mann Thierry sich in den Süden Frankreichs verabschiedet hat. Die Zukunft ist also sicher und weil ich hoffe, dass sie auch rosig ist, kam der rare Rosé ins Glas. Der ist eher dunkel und so granatenfruchtig, so voller Granatapfel, dahinter Banane und Kirsche und ein etwas ungemütlicher Gerbstoff, dass mir um die Zukunft dieses sympathischen Kleinerzeugers nicht bang ist. 

Die grösste Champagner-Bar der Welt: La Côte des Bar (II/III)

"K.A. Hellenthals Hülfsbuch für Weinbesitzer und Weinhändler oder der vollkommene Weinkellermeister" von Johann Karl Lübeck, M.D., 1829 in Pesth erschienen, lobt die Weine aus den drei Markflecken Trois Riceys in Niederburgund als im ganzen Reiche berühmt. Besonders zögen viele den Wein von Chablis dem besten Champagner vor, heißt es dort weiter. Und damit ist das alberne Buch eines heute völlig zu recht vergessenen und unbekannten Quacksalbers und Kurpfuschers schon wieder uninteressant geworden. Interessant dagegen ist, dass Monsieur Guyot, nach dem eine der in der Champagne zugelassenen Reberziehungen benannt ist, aus Gyé stammte, also von der Côte des Bar; er sah die Dinge ganz ähnlich wie der verrückte Weinarzt aus Transsilvanien und kämpfte lange dafür, Riceys dem Burgund zuzuschlagen. Kümmern wir uns also endlich um Riceys. Ein Ort, der aus drei Orten mit dementsprechend drei Kirchen besteht. Die Erzdiözese Dijon hat historisch das Sagen in Riceys-Haut, die Parochie von Riceys-Bas gehört dem Bistum Troyes an, Riceys Haute-Rive steht unter dem Episkopat von Auxerre. Champagnerkabbalistisch herrscht deshalb die Drei. Keine andere Gemeinde der Champagne ermöglicht es ihren Winzern, zwischen drei verschiedenen Appellationen zu wählen: Coteaux Champenois für die roten und weißen Stillweine, Rosé des Riceys für den burgundischen leichten Rotwein, dem das Örtchen einige Prominenz verdank und schließlich natürlich ist da noch die AOC Champagne. Von meiner letzten Tour stelle ich drei weitere Erzeuger vor, von denen allerdings nur der erste direkt aus Riceys stammt. 

Champagne Bruno Paillard. Ein Rück- und Überblick aus dem Restaurant first floor, Hotel Palace, Berlin

Bei www.captaincork.com habe ich mit einer kleinen Bruno Paillard Eloge meinen Einstand gegeben (hier: http://www.captaincork.com/Weine/champagner-aber-bitte-mit-datum-bruno-paillard-brut-assemblage-2002) und das Glas mit dem großen NPU auf den geschiedenen Captain Klimek erhoben, der guten Ordnung und Vollständigkeit halber nachfolgend meine jüngsten Notizen zu Bruno Paillard, gewonnen auf der Präsentation im first floor des Hotel Palace, Berlin.

I.1 Première Cuvée, dégorgiert Januar 2013

Sehr jung, mit schneidender Säure und dem für junge Champagner ganz typischen Gefühl, in einen frisch von der Streuobstwiese gepflückten Apfel zu beißen. So schmeckt Champagner direkt nach der Marktfreigabe und bei Bruno Paillard schmeckt er in diesem Stadium noch besonders aggressiv.

Die grösste Champagner-Bar der Welt: La Côte des Bar (I/III)

Seltsam genug: Das Nachtleben in der Champagne ist kaum nennenswert. In Epernay und Reims, immerhin der zweigeteilte Nabel der Champagnerwelt, ist abends weniger als nichts los, in Epernay ist der Tag offiziell beendet, wenn die stets gut besuchte, nein proppenvolle Pizzeria Sardaigne schließt. Wer sich danach noch auf den Straßen und nicht ausdrücklich auf dem Nachhauseweg befindet, ist verdächtig. In Reims ist es wenig besser, denn das Reimser Nachtleben findet der Einfachheit halber gleich in Paris statt. So leicht haben es die Bewohner der Aube nicht. Die müssen sich nach Troyes hin orientieren, aber dort finden sie mit der Weinbar Crieurs de Vin immerhin eine Anlaufstelle mit putzmunteren Kellnern, Essen nach Wahl des Küchenchefs und allerlei verrückten Stillwein, neben dem gut sortierten Champagnerregal. Der Großteil des Champagnersortiments stammt von der Côte des Bar. Die kennt nur keiner. Die Côte des Blancs kennt dagegen jeder, der mal in der Champagne war. Das ist jammerschade, aber Grund genug für mich, mal wieder und verschärft die südliche Champagne heimzusuchen.

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