11. März 2010
Vom Cristal, zu dem ich etwas gespalten stehe, habe ich keineswegs alle herausgegebenen Jahrgänge trinken können. Manche Flaschen waren nicht im besten Zustand, andere erstaunten michaus den verschiedensten Gründen sehr. Nicht alle der hier besprochenen Jahrgänge habe ich in einer Vertikale probiert und vor allem die älteren Exemplare meist nur bei einer Gelegenheit. Die Jahrgänge 88 bis 97 kenne ich am besten, da ich sie am häufigsten probieren konnte, aber von einer tiefgehenden Kennerschaft fühle ich mich bei dieser Cuvée noch weit entfernt.
I. 1962
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9. März 2010
Von Georgien hört man seit mindestens zehn Jahren schon vieles rumoren. Von autochthonen Reben, uralter Weinkultur, Gärung in Amphoren, spannenden Weinen und einer dollen Zukunft raunt es da immerfort. Aber ernsthaft mal Verkostungsnotizen schreiben – da tun sie sich schwer, die Weinpropheten. Deshalb bleibt es den einfacheren Arbeitern im Weinberg überlassen, sich mit der Weinkultur des erwachenden Weinriesen und was der abgenutzten Phrasen noch mehr sind, auseinanderzusetzen.
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5. März 2010
Das Atlantic Congress Hotel ist heimlich, still und leise neben der Gruga entstanden. Es gehört zur Zech-Gruppe, die in Essen noch ein Holiday-Inn Hotel betreibt und unter dieser Flagge auch in Neuss und Frankfurt segelt. Der Betrieb läuft schon, offizielles grand opening ist aber erst am 25. März.
Die Ausstattung ist modern, Durchbrüche und offene Wände prägen das Bild. Die Executive Lounge hat den Charme einer DDR-Betriebskantine und kommt mir sehr niedrig vor. Bis zur offiziellen Eröffnung will man das noch ändern. Bemerkenswert ist die umglaste Dachterrasse, ansprechend auch die Vinothek im Keller, deren Holzvertäfelung lässt unweigerlich an das Innere einer Sunseeker-Yacht denken. Nach dem siebzehnten 100-Punkte Wein schaukelt's dort mit Sicherheit auch genauso. Gut deshalb, dass die Toiletten direkt um die Ecke sind.
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26. Februar 2010
A. Die Speisenfolge
I. Tartar vom Räucherlachs mit Lachsconfit und pikanter Jakobsmuschel
II. Taubengalantine und Foie Gras mit Salatbouquet
III. Barschfilet mit Trüffelbutter
IV. Rinderfilet Rossini
V. Geeistes Pralinensoufflé mit Schokosplittern
VI. Schokolierte Clementinenfilets
B. Die Champagner
I. Damien Hugot, Epernay, Brut Rosé
Sommelier David Mangeat überraschte mit diesem Erzeuger. Von der bonbonigen Seite kam die Frucht, mit Mandelmus und Butter unterlegt war das Gerüst. Milde Röstaromen und eine wenig merkliche Säure machten den Champagner zum Favoriten in Verbindung mit dem Lachstartar.
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25. Februar 2010
A. Marx-Barbier, Millésime 2002
25% Chardonnay, 35% Pinot-Noir, 40% Meunier.
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24. Februar 2010
Tarlant
Ein kurzer Besuch bei Benoit Tarlant war wieder mal jede Minute wert. Die erst vor wenigen Jahren angeschaffte Coquard-Presse mit 6000 kg Fassungsvermögen versieht nach wie vor in nur 1,5 Minuten ihren Dienst, was gegenüber der alten Pneumatikpresse mit ihren 15 Minuten eine wesentlich Verbesserung darstellt. Nicht nur die Pressdurchgänge sind viel einfacher und sauberer, auch die Vinifikation nach Einzellagen ist einfacher, denn die Presse muss im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht proppenvoll sein. So lassen sich auch kleine Teilstücke gesondert vinifizieren und müssen nicht in Cuvées verschwinden. Für einen experimentierlustigen Winzer ist das natürlich prima.
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20. Februar 2010
Mit nur knapp 11 ha in der Montagne de Reims, im Premier Cru Rilly und Villers-Allerand, ist Vilmart flächenmäßig kein großer Erzeuger. Grand Cru steht ihm nicht zur Verfügung. Qualitativ gehört er dennoch zur Spitze. Die grundweine für Reserve und Cellier lagern zehn Monate lang in Fassreihen auf der linken Seite des ebenerdigen Fasskellers, diese Fässer haben 5000 Liter Fassungsvermögen. Die gehobenen Weine des Portfolios werden in Burgunderfässern aus Meursault ausgebaut. Laurent Champs, Enkel des letzten männlichen Namensträgers, hat die Zügel von seinem Vater René, dem Sohn von Nicole Vilmart übernommen. Er konnte leider nicht selbst ausschenken, wir haben uns folgende Champagner trotzdem schmecken lassen:
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19. Februar 2010
Veuve Clicquot – Die Geschichte des Champagner-Imperiums und der Frau, die es regierte
Tilar J. Mazzeo
Hoffmann und Campe
320 Seiten
19,99 €
ISBN-13: 978-3455501247
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19. Februar 2010
Besuch bei Bernard Tornay
Alle Champagner dieses sympathischen Winzers aus dem Grand Cru Bouzy sind mit 9-10 g/l dosiert und durchlaufen einen biologischen Säureabbau. Verschlossen wird seit sechs Jahren mit Mytik. Thierry Gasco, Kellermeister und Nachfolger von Prince Polignac bei Pommery, ist ein langjähriger Freund des Hauses und kauft die nichtklassifizierten Trauben von Tornay aus Riceys. Und das coole, loungige Design des Verkostungsraums hat die Frau von Pol-Roger-Chef Hubert de Billy zu verantworten. So klein ist die Champagne. Schön übrigens, dass der Erzeuger versucht, eine Bibliothek mit alten Jahrgangschampagnern anzulegen.
1. Palais des Dames
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18. Februar 2010
I. Fabrice Roualet, Premier Cru Extra Quality, Champillon
Nicht weit von Epernay, im malerischen Nest Champillon, ist Champagne Roualet zu Hause. Den Premier Cru Champillon kennt man eigentlich nur vom Blick aus dem oben am Hang gelegenen Relais & Châteaux Hotel-Restaurant Royal Champagne. Dieser mir bis dahin völlig unbekannte Champagner stellte sich mit seinen reifen, saftigen und vollmundigen Aromen als die richtige Wahl zum Gazpacho heraus. Allein genossen zeigte er sich etwas oxidativ und behäbig und es mangelte ihm an Säure.
II. Ariston Père et Fils, "Aspasie", Blanc de Blancs
Einzellagenchardonnay.
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