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Monatsarchive: April 2012

Terroirs et Talents: Penet-Chardonnet und Maurice Vesselle

Verzy gegen Bouzy.

I. Penet-Chardonnet

Penet-Chardonnet gehört zu den Erzeugern, die ich noch nicht so lange kenne. Das ändert nichts daran, dass mir die von dort probierten Champagner bis jetzt jedes Mal gut gefallen haben. Mein bisheriger Favorit war der Réserve Grand Cru als Extra Brut und als Brut Nature gleichermaßen. Nun sind aber diese beiden neuen Parcellaires dazugekommen, die ich prompt erstmalig verkosten durfte. Die Grundweine waren schwer einzuschätzen, der Rebsortenmix aus der Einzellage Les Fervins genoss bei mir den Vorzug wegen seiner raffinierten Säure und schon sehr generösen Art. Alkoholischer und mit etwas zu viel Brotrinde ausgestattet war der reinsortige Pinot aus der Lage Epinettes. Hefe, unbändige Säure und eine leichte Gerbsoffnote kamen dann nicht gerade ausgleichend hinzu. Bei den Champagnern war es dann genau umgekehrt, was aber an der unterschiedlichen Zusammensetzung liegen mag.

Terroirs et Talents: Jacques Copinet, Montgenost

Montgenost, das ist nun wirklich abseitig; am südlichen Rand des Sézannais, da, wo sich Champagnertouristen nur selten hinverirren. Schade, denn das ist altes Champagnerkerngebiet. Pierre Jean-Baptiste Legrand d'Aussy nennt in seinem Werk "Les vins francais au XIIe siècle" von 1782 ausdrücklich "Chabli, Epernai, Rheims, Hauvillers, Sezanne, Tonnerre" als berühmteste Orte der Champagne. In dieser bedeutsamen Region ist Champagne Copinet seit 1975 beheimatet. Ich habe drei Chardonnaygrundweine von unterschiedlichen Standorten probiert, die jeweils von mindestens 25 bis 30 Jahre alten Reben stammten. Gearbeitet wird mit Stahltanks, BSA findet immer voll statt, dosiert wird für gewöhnlich mit bis zu 8 g/l. Die Champagner sind klassische Jahrgangscuvées von in der Regel drei aufeinanderfolgenden Jahren, mit dem jüngsten als Basisjahr. Wenn man annimmt, dass die Chardonnaqys von Copinet stellvertretend für die des südlichen Sézannais sind, dann weiß man auch, warum z.B. Moet et Chandon hier ein kleines Bauwerk errichtet hat.

Terroirs et Talents: Fallet-Dart und Michel Loriot

Das Marnetal ist die Heimat der Meunierwinzer, durch die malerischen Seitentälern weht ein zugiger Wind, der jeden Ansatz von Botrytis wegfegt. Nachfolgend stelle ich zwei Winzer aus dem Marnetal vor, einen aus Drachy, schon ziemlich am Rand des Anbaugebiets und einen aus Festigny, nächst Epernay.  

I. Fallet-Dart

Von Drachy im westlichen Marnetal, wo Fallet-Dart zu Hause ist und 18 ha Reben stehen hat, bis Paris fährt man nur eine Stunde. Nach Epernay braucht man etwas länger. Besonders stolz ist man bei Fallet-Dart auf Reben in der Lage “Les Clos du Mont”, die auf eine Rebanlage des Bischofs von Soissons aus dem 7. Jahrhundert zurückgehen. Weinbau betreibt die Familie seit 1610. Die heutzutage 180000 produzierten Flaschen sind keine kleine Menge, Fallet-Dart dementsprechend kein kleiner Winzer. Woran merkt man das als erstes? An der hohen Dosage des Verkaufsschlagers.

Terroirs et Talents: Vazart-Coquart, de Sousa und Philippe Gonet

Hier kommen drei Winzer der Côte des Blancs zusammen, die dort völlig unterschiedliche Terroirs repräsentieren. Vazart-Coquart aus Chouilly kommt aus dem nördlichsten Cru und hat die fruchtigsten Chardonnays, de Sousa aus Avize kommt aus der Mitte und liegt mit dem Geschmacksprofil seiner Trauben zwischen Frucht und Mineralität, Gonet schließlich kommt aus Le Mesnil und vertritt den mineralischen Stil, ohne dabei in Exzesse zu verfallen.

I. Vazart-Coquart

Die Champagner von Vazart-Coquart gehören nicht zu den hammerharten Geschossen ohne Zucker und Kompromisse. Zwischen sechs und neun g/l bewegt sich die Dosage und ist damit immer im sicheren Bereich. Die Grundweine sind schön reif und lassen sich ohne Schmerzen trinken, keine Selbstverständlichkeit für frische Vins Clairs. Apfel, Pomelo, Ananas, auch Banane, kaum Säure, das ist das freundliche Terroir der nördlichen Côte des Blancs.

Terroirs et Talents: Coessens und Serge Mathieu

Sich an der Aube nicht auszukennen, war früher keine Schande. Seit von dort immer mehr bestürzend gute Champagner kommen, die dortigen Winzer mit gehörigem Selbstbewusstsein auf den Markt drängen und von den feinsten Gaumen der Champagnerwelt nicht nur goutiert, sondern hofiert werden, ist es notwendig, sich zumindest eine grobe Vorstellung von der Gegend zu machen. Ich z.B. stelle mir die Aube immer wie ein großes 'T' vor. Der T-Balken beginnt links, d.h. im Nordwesten bei Montgueux und führt über das nahegelegene Troyes nach rechts, d.h. östlich, bis Bar-sur-Aube, unweit von Urville, dem Sitz von Champagne Drappier. In der Mitte des T-Balkens befindet sich Bar-sur-Seine und in südlicher Richtung davon liegen die mittlerweile geläufig klingenden Weiler Celles-sur-Ource, Polisot, Polisy, Buxeuil, Gyé-sur-Seine, Courteron und unweit davon, ziemlich am Ende des südlichen Ausläufers liegt das immer schon berühmte Les Riceys. Rechts und links von diesem Südausläufer liegen die uns im Folgenden interessierenden Fouchères, Avirey-Lingey, Villes-sur-Arce und das davon durch ein Hochplateau getrennte Landreville.

Wein-Glossar



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