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Monthly Archives: April 2012

Terroirs et Talents: Penet-Chardonnet und Maurice Vesselle

Verzy gegen Bouzy.

I. Penet-Chardonnet

Penet-Chardonnet gehört zu den Erzeugern, die ich noch nicht so lange kenne. Das ändert nichts daran, dass mir die von dort probierten Champagner bis jetzt jedes Mal gut gefallen haben. Mein bisheriger Favorit war der Réserve Grand Cru als Extra Brut und als Brut Nature gleichermaßen. Nun sind aber diese beiden neuen Parcellaires dazugekommen, die ich prompt erstmalig verkosten durfte. Die Grundweine waren schwer einzuschätzen, der Rebsortenmix aus der Einzellage Les Fervins genoss bei mir den Vorzug wegen seiner raffinierten Säure und schon sehr generösen Art. Alkoholischer und mit etwas zu viel Brotrinde ausgestattet war der reinsortige Pinot aus der Lage Epinettes. Hefe, unbändige Säure und eine leichte Gerbsoffnote kamen dann nicht gerade ausgleichend hinzu. Bei den Champagnern war es dann genau umgekehrt, was aber an der unterschiedlichen Zusammensetzung liegen mag.

1. Parcellaire "Les Fervins" Verzy Grand, im Moment Cru Zéro Dosage

50PN 50CH, 2009er Vinifikation, kommt 2013 wahrscheinlich mit leichter Dosage um 3 g/l, also auf der Grenze zwischen Brut Nature und Extra Brut auf den Markt. Im Fuder vinifiziert.

Ruhiger, sehr feiner Champagner mit geschliffenen Manieren, dem für einen Einzellagenchampagner die notwendige Entschiedenheit fehlt.

2. Parcellaire "Les Epinettes" Verzy Grand Cru

100PN, 2009er Vinifikation, ebenfalls im großen Fassl vinifiziert. Erst der 2011er wird im Barrique vinifiziert sein.

Hier ist die beim Fervins noch vermisste Beißfreudigkeit, die schnelle Gangart, der mondäne, aber nicht beliebige, weichgespülte touch und hier sehe ich auch eine deutliche Absetzbewegung gegenüber den beiden Réserves. Der Epinettes ist klarer darüber angesiedelt als sein Geschwisterchen aus den Fervins.

3. Réserve Grand Cru Extra Brut

2/3PN 1/3CH aus Verzy und Verzenay, Basisjahr 2004, 3 g/l.

Sehr fein war der Extra Brut, eine so niedrige Dosage würde man blind nicht vermutet haben, so reif und ausgeprägt waren seine klassisch fruchtig-röstigen, von Zitrusnoten aufgelockerten Aromen.

4. Grande Réserve Grand Cru Brut Nature

2/3PN 1/3CH hauptsächlich aus Verzy, Basisjahr 2004

Besonders stark war diesmal der Brut Nature, der die Geschmacksknospen magnetisierte. Hier macht sich das Holz etwas deutlicher bemerkbar, wobei es mir schwierig vorkäme, bei den charmant röstigen Noten eine Unterscheidung nach Holzeinfluss, Autolyse und innewohnender Reife vorzunehmen.

5. Cuvée Diane-Claire Grand Cru Brut Nature 2002

Das ist die Spitzencuvée des Hauses, ein reiner Verzenay-Champagner. Der Honig- und Briocheton täuscht nur kurz darüber hinweg, dass dieser Champagner ein Brut Zéro ist. Aromatische Grundlage könnte ebensogut ein sehr herbes Tonic Water sein. Die für den Jahrgang realtiv strenge Formgebung kam mir für die sonst zwar nicht verspielten, aber immer irgendwie fröhlich wirkenden Chamnpagner von Penet-Chardonnet etwas ungewohnt vor. Mein neuer Favorit ist die Cuvée Diane-Claire deshalb bis auf Weiteres nicht, dafür muss sie erst die Epinettes überwinden.

 

II. Maurice Vesselle

Die Pinots von Maurice Vesselle stammen komplett aus Bouzy Grand Cru. BSA gibts keinen, dafür wird mit 7 bis 9 g/l dosiert. Das Degorgierdatum hat die Form LXXYZ. Y gibt die Zahl des Degorgements im laufenden Jahr an, Z die letzte Ziffer des Jahres, in dem die Degorgements stattfinden. Also LXX31 = 3. Dégorgement des Jahres 2011. Angestaunt habe ich von Maurice Vesselle zuletzt den 2002er Jahrgang, auf den 2000er war ich deshalb sehr gespannt, denn dieses eher mäßig gute Jahr ist so manchem Winzer doch sehr wohlgeraten. Schon ziemlich entwickelt meist, in den besten Fällen richtig g'schmackig, mit einer selten anzutreffenden Mischung aus voller Aromenanlage und gesunder Jugend. Die Vins Clairs versprachen viel, von Tulpe über Veilchen und Lavendel bis auch hin zum gefährlichen, hier aber sicher nicht von übertriebenem BSA herrührendem Blumenerde- und Geranienduft gab es eine Palette pflanzlicher Noten, die frische Kräuter nicht ausschließt. Buchenholzrauch, süßliche Akzente und eine bei allen Vins Clairs hinzutretende Mischung aus säuerlicher Noisettecrème und gerbenden Komponenten bildeten die ersten An- und Ausbaustufen.

1. Brut Cuvée Réservée Grand Cru

80PN 20CH, 2006er Basis, 2005 und 2004 als Reserve.

Vollmundig, von mittlerer Komplexität und Länge, pikanter, aber nicht vorwitziger Säure und einem sauberen Mundgefühl ohne klebrige oder lakritzige Reste.

2. Grand Cru Millesime 2000

85PN 15CH.

Honig und Weizen, eine kleine Schale Cerealienfrühstück, eingeweichte Knuspertaschen mit getrockneten Beeren und zischelnder Säure. Gefiel mir sehr gut.

3. Rosé Brut Grand Cru

100PN, 2008.

Der Rosé war lebhaft und schlank, mit genügend Körper um fraglos als weinig durchzugehen, vor allem mit viel Pinot-Potential in der Hinterhand, um nicht von anspruchsvollen Speisen überrumpelt und als überfordertes Schäumerchen bloßgestellt zu werden.

Terroirs et Talents: Jacques Copinet, Montgenost

Montgenost, das ist nun wirklich abseitig; am südlichen Rand des Sézannais, da, wo sich Champagnertouristen nur selten hinverirren. Schade, denn das ist altes Champagnerkerngebiet. Pierre Jean-Baptiste Legrand d'Aussy nennt in seinem Werk "Les vins francais au XIIe siècle" von 1782 ausdrücklich "Chabli, Epernai, Rheims, Hauvillers, Sezanne, Tonnerre" als berühmteste Orte der Champagne. In dieser bedeutsamen Region ist Champagne Copinet seit 1975 beheimatet. Ich habe drei Chardonnaygrundweine von unterschiedlichen Standorten probiert, die jeweils von mindestens 25 bis 30 Jahre alten Reben stammten. Gearbeitet wird mit Stahltanks, BSA findet immer voll statt, dosiert wird für gewöhnlich mit bis zu 8 g/l. Die Champagner sind klassische Jahrgangscuvées von in der Regel drei aufeinanderfolgenden Jahren, mit dem jüngsten als Basisjahr. Wenn man annimmt, dass die Chardonnaqys von Copinet stellvertretend für die des südlichen Sézannais sind, dann weiß man auch, warum z.B. Moet et Chandon hier ein kleines Bauwerk errichtet hat.

1. Blanc de Blancs brut, dég. Oktober 2011

Mit 5 g/l dosiert.

Frisch und mit herber Zitrusnote, Kaffernlimette, pflanzlichen Noten und Campher. Kommt mir etwas eigenwillig vor, ist aber wohl Ausdruck des dicklicheren Bodens im Sézannais.

2. Blanc de Blancs Sélection

2007er Basis mit 2006 und 2005, mis en bouteille 2009, mit 8 g/l dosiert

Mehr Frucht und mehr Ausdruck hat die höher dosierte und aus älterem Material bestehende Sélection. Der herbfrische Ton bleibt diesem Chardonnay aber treu.

3. Blanc de Blancs Marie-Etienne, Multi Vintage

2006er Basis mit 2005 und 2004, mit 6 g/l dosiert.

Die Cuvée Marie-Etienne (MV) besteht im Gegensatz zum Vintage immer aus drei Jahrgängen, die immer deklariert sind, d.h. wenn Copinet in einem Jahr keinen Jahrgangschampagner macht, findet dieses Jahr auch keinen Eingang in diese Cuvée. Sehr leicht und mit dem nötigen bisschen Klasse, das im Gedächtnis bleibende Chardonnays von gewöhnlichen Chardonnays unterscheidet.

Terroirs et Talents: Fallet-Dart und Michel Loriot

Das Marnetal ist die Heimat der Meunierwinzer, durch die malerischen Seitentälern weht ein zugiger Wind, der jeden Ansatz von Botrytis wegfegt. Nachfolgend stelle ich zwei Winzer aus dem Marnetal vor, einen aus Drachy, schon ziemlich am Rand des Anbaugebiets und einen aus Festigny, nächst Epernay.  

I. Fallet-Dart

Von Drachy im westlichen Marnetal, wo Fallet-Dart zu Hause ist und 18 ha Reben stehen hat, bis Paris fährt man nur eine Stunde. Nach Epernay braucht man etwas länger. Besonders stolz ist man bei Fallet-Dart auf Reben in der Lage “Les Clos du Mont”, die auf eine Rebanlage des Bischofs von Soissons aus dem 7. Jahrhundert zurückgehen. Weinbau betreibt die Familie seit 1610. Die heutzutage 180000 produzierten Flaschen sind keine kleine Menge, Fallet-Dart dementsprechend kein kleiner Winzer. Woran merkt man das als erstes? An der hohen Dosage des Verkaufsschlagers.

1. Clos du Mont

70CH 30 PN, 2002 und 2000, im Fassl vinifiziert, mit 6 g/l dosiert.

Der Clos du Mont ist die Prestigecuvée und der winzerigste Champagner von Fallet-Dart. Ausgeprägte Fassaromen, die maßvollste Süße, Honig, Butter, frisches Brötchen. Kein Champagnerschwergewicht, aber immerhin ein Champagner, den man zum sonntäglichen Frühstück mit Kaffee und frisch gepresstem Orangensaft kombinieren kann, mit abendlichen Speisen wird er sich nicht so gut vertragen.

2. Cuvée de Réserve

80PM 20PN, 2008 und 2007, mit 11 g/l dosiert.

Hart und süß zugleich. Die beiden Pinots wirken etwas ungewaschen und bäuerlich, kantig und abweisend, der darübergelegte Zucker versöhnt den Champagner nicht mit dem Trinker. Wer diesen für die Gegend nicht untypischen Stil mag, wird sich an der Cuvée de Reserve delektieren können.

3. Rosé d'Assemblage

100PN, 2008 und 2007

Der Grundwein hätte genausogut von der Ahr kommen können. Viel Frucht, reichlich Säure, etwas Wacholder, etwas schwarzer Pfeffer. Als Champagner musste erst ein kleines Eröffnungsstinkerle überwunden werden, dann die zweite Hürde, der Zucker. Dahinter zeigte sich die vom Grundwein bekannte Frucht, Säure war nicht so stark vorhanden, die Gewürze blieben. Für mich eine gute Empfehlung zu Boudin Blanc und Schweinebauch.

 

II. Michel Loriot

Die Loriots sind eine der alten Familien der Gegend, seit 1675 wird hier Weinbau betrieben und Michel Loriot hat es verstanden, sich als Meunierspezialist zu positionieren. Die Ausgangsposition hierfür war ideal: im kleinen Vallée du Flagot entlang der bewaldeten Weinbergshügel unterhalb des Bois des Châtaigniers liegt ein Qualitätszentrum der Meunierproduktion des Marnetals. Zwischen dem südlich gelegenen Le Breuil und dem nördlich Festigny benachbarten Leuvrigny gedeihen einige der besten Meuniers der Champagne. Die Vins Clairs von Michel Loriot bestätigten das einmal mehr. Exotische Frucht, pointierte Säure, gediegene Reife.

1. Réserve Brut Blanc de Noirs, dég. Dezember 2011

100PM, 2009er Basis mit 2008 und 2007.

Porridge, Kandiszucker, Mandarine, Nektarine, roter Apfel, getrocknete Ananas, getrocknete Mango. Selbst wenn man sich die üppige rucht in einem Jahr etwas zurückgedrängt vorstellen muss, bleibt ein fröhlicher Champagner übrig, der zu leichtem Knabberzeug getrunken werden kann, oder solo den Feierabend einleitet.

2. Brut Millesime 2005

PM/CH

Die einfach gestrickte Meunier mit der weltläufigen Chardonnay, das findet man nicht oft. Und dann noch als Jahrgang. Dass sowas gutgehen kann, zeigt der aktuelle 2005er von Michel Loriot. Bemerkenswert: der Meunieranteil nimmt der Chardonnay scheinbar mühelos die dominante Apfelnote ab, der Schwerpunkt des Champagners liegt deshalb nicht im Fruchtbereich, sondern bei den Backaromen. Schweinespeck, Hagelzucker, Hefezopf, Orangeat und getrocknete Apfelringe bewegen sich im Hintergrund.

3. Pinot Meunier Vieilles Vignes Millesime 2006

Ca. 70 Jahre alte Reben.

Das Meisterstück der Kollektion. Typisch für alte Reben ist ihre Extraktreichtum und ihre Konzentration, so auch hier. Die zitrusfruchtigen Aromen sind hier gelartig verdichtet, Lemon Curd, statt Zitronensaft, Blutorange und Grapefruit statt gewöhnlichem O-Saft, am Ende steht ein herbfrisches Quittenmus. Leider faltet sich der Champagner noch nicht im ganzen Mund aus, nach hinten heraus müsste er sich mit etwas Flaschenreife noch verlängern.

Terroirs et Talents: Vazart-Coquart, de Sousa und Philippe Gonet

Hier kommen drei Winzer der Côte des Blancs zusammen, die dort völlig unterschiedliche Terroirs repräsentieren. Vazart-Coquart aus Chouilly kommt aus dem nördlichsten Cru und hat die fruchtigsten Chardonnays, de Sousa aus Avize kommt aus der Mitte und liegt mit dem Geschmacksprofil seiner Trauben zwischen Frucht und Mineralität, Gonet schließlich kommt aus Le Mesnil und vertritt den mineralischen Stil, ohne dabei in Exzesse zu verfallen.

I. Vazart-Coquart

Die Champagner von Vazart-Coquart gehören nicht zu den hammerharten Geschossen ohne Zucker und Kompromisse. Zwischen sechs und neun g/l bewegt sich die Dosage und ist damit immer im sicheren Bereich. Die Grundweine sind schön reif und lassen sich ohne Schmerzen trinken, keine Selbstverständlichkeit für frische Vins Clairs. Apfel, Pomelo, Ananas, auch Banane, kaum Säure, das ist das freundliche Terroir der nördlichen Côte des Blancs.

1. Blanc de Blancs Brut Réserve

Der Champagner beginnt mit schöner fruchtbetonter Griffigkeit auf der Zunge anzulanden um sich dann mit hoher Geschwindigkeit vorzuarbeiten. Die relativ hohe Dosage erschien mir unproblematisch und hinterließ keinen nervtötenden Candygeschmack, wobei mir auffiel, dass der Abschluss im Gegenteil etwas wässrig angelegt war. Wird mit ein paar Jahren auf der Flasche sicher noch gewinnen.

2. Blanc de Blancs Grand Bouquet Millesime 2006

Eine Stufe eleganter, trotz seiner nur 6 g/l Dosage, die Differenz von 3 g/l kann beim Champagner ganze Welten bedeuten, ein offener, nicht sehr kompliziert wirkender Champagner, der wie sein Vorgänger etwas dünn ausgeht und von Flaschenreife profitieren wird.

3. Special Club Blanc de Blancs Millesime 2005, dég. November 2011

Reift unter Naturkork. Mit 8 g/l dosiert.

Dieser Champagner ist zwar wieder recht hoch dosiert, leidet aber nicht unter dem Zucker. Watteweiche internationale Manieren, stilsicher komponiert und wieder ein Kandidat für die längere Flaschenreifung. Von den drei probierten Champagnern meiner Meinung nach der mit Abstand beste, was Trinkbarkeit zum Jetztzeitpunkt und was die Perspektive für später betrifft. Sollte er sich in ein, zwei Jahren für eine Weiterentwicklung verschließen, empfehlen sich Brut Reserve und Grand Bouquet für die Wartezeit, danach wird der Special Club beide hemmungslos dominieren.

 

II. Champagne De Sousa

1. Brut Réserve Blanc de Blancs Grand Cru, dég. 20. Oktober 2011

2007er Basis, Stahltank, mit 7 g/l dosiert.

Der 2011er Chardonnay zeigte viel Apfel, Birne, Banane und eine Messerspitze mildgesalzener Butter, dazu ein gehöriges Quantum Säure. Der fertige Champagner hat das alles gut verarbeitet, forschen Schritts betritt er die Gaumenhöhle und füllt sie sofort mit den Facetten seines Grundweins, angereichert duch autolytische Noten von Akazie und Honig. Wandlungsfreudig bis überraschend vielseitig.

2. Cuvée 3A, dég. 1. Dezember 2011

50CH aus Avize, 50PN jeweils hälftig aus Ay und Ambonnay, mit 3 g/l dosiert.

Der Grundweinmix war zur einen Hälfte im Fass und zur anderen im Stahltank. Das und der moderierende Pinotteil machte sich gleich bei der Säure bemerkbar, die abgebremst wirkte. Die Frage dann, ob beim fertigen Champagner Weichheit und Harmonie oder Spannung und Kontrast im Vordergrund stehen sollen, würde ich mit Sapnnung beantworten wollen; ich weiß nicht, ob das in Ericks Sinn ist, aber für mich stehen die Elemente Pinot und Chardonnay hier entgegen der hälftigen Zusammensetzung nicht im Gleichgewicht, der dunkeltraubige Anteil drückt mit seiner Frucht und Würze auf den Chardonnayanteil, der sich dagegen mannhaft zur Wehr setzen muss, was dem Champagner Dynamik verleiht. Trotzdem wirkt er am Ende wegen seiner etwas brotigen Note schlaksiger als der Blanc de Blancs.

3. Cuvée des Caudalies Blanc de Blancs Grand Cru, dég. 22. Januar 2010

Solera 1995 bis 2007. Zu 100% (15% davon neu) im Holzfass vinifizierte, 50 Jahre alte Reben, mit 6 g/l dosiert.

Erick de Sousa ist einer der gar nicht so wenigen Champagnerwinzer, die in den Neunzigern begonnen haben, ein Solerasystem oder genauer: eine reserve perpetuelle anzulegen. Bis heute hört man von diesen Soleras nicht sehr viel, was nicht an der natürlichen Bescheidenheit der Champenois liegt, sondern daran, dass bei den meisten Winzern noch nicht genügend Jahrgänge zusammengekommen sind, um damit renommieren zu können. Das wird sich demnächst ändern, wenn eine ganze Reihe Soleras aus den Mittneunzigern auf eine Stärke von zwanzig Jahrgängen angewachsen ist. Die Cuvée des Caudalies hat Medienrummel nicht mehr nötig. Sie besticht mit etwas kratzigen Noten von Honig und Nüssen, dazu kommen Äpfel und ein kalkiges Parfum. Am Gaumen sperrt sich der Champagner förmlich gegen das Geschlucktwerden und erzielt damit seine lang nachhallende Wirkung.

 

III. Philippe Gonet

 

Die bezaubernde Chantal Gonet servierte drei sehr lehrreich zu verkostende Vins Clairs und drei ihrer schönsten Champagner. Ein Chardonnay Vin Clair aus dem Sézannais schmeckte wie eine trocken ausgebaute Scheurebe, der aus Montgueux zeigte sich stark buttrig, hefeteigig und säurearm, wirkte wie angewärmt und kratzte gegen Ende frech. Der Mesnilchardonnay war dann wieder gewohntes Terrain, bzw. Terroir und schmeckte nach einem Mund voller Kreide.

1. Blanc de Blancs Extra Brut "3210"

Der Modechampagner des Hauses, drei Jahre auf der Hefe, Chardonnay aus Le Mesnil und Montgueux; Brut Nature müsste es ganz richtig heißen. Härte aus Le Mesnil trifft Samt aus Montgueux und gewinnt.

2. Blanc de Blancs Grand Cru Roy Soleil

2008er Le-Mesnil, 30% im Holz, mit 3 g/l dosiert.

Das Holz dämpft den Druck aus Le Mesnil etwas ab und gibt dem Champagner Weite. Dadurch erschreckt man sich nicht so, wie man es wohl tun würde, wenn der Chardonnay so angriffslustig wie im 3210 ins Glas und an den Gaumen käme.

3. Blanc de Blancs Grand Cru Belemnita Extra Brut 2004

Chardonnay von Le-Mesnil Weinbergen, die bis in das Jahr 1929 zurückgehen.

Zur Zeit nur vorn im Mund aktiv, das aber sehr. Als bekäme man einen Schneeball aus Zitroneneis mit Kalksteineinsprengseln ins Gesicht gefeuert. Statt ausgefallener Zähne und metallischem Blutgeschmack gibt es im vorderen Zungenbereich vanillierte Butter, grünliche Nuss und Apfel. Den aromatischen Weg bis zum Rachen muss sich der Champagner erst noch mit zunehmender Reife erarbeiten.

Terroirs et Talents: Coessens und Serge Mathieu

Sich an der Aube nicht auszukennen, war früher keine Schande. Seit von dort immer mehr bestürzend gute Champagner kommen, die dortigen Winzer mit gehörigem Selbstbewusstsein auf den Markt drängen und von den feinsten Gaumen der Champagnerwelt nicht nur goutiert, sondern hofiert werden, ist es notwendig, sich zumindest eine grobe Vorstellung von der Gegend zu machen. Ich z.B. stelle mir die Aube immer wie ein großes 'T' vor. Der T-Balken beginnt links, d.h. im Nordwesten bei Montgueux und führt über das nahegelegene Troyes nach rechts, d.h. östlich, bis Bar-sur-Aube, unweit von Urville, dem Sitz von Champagne Drappier. In der Mitte des T-Balkens befindet sich Bar-sur-Seine und in südlicher Richtung davon liegen die mittlerweile geläufig klingenden Weiler Celles-sur-Ource, Polisot, Polisy, Buxeuil, Gyé-sur-Seine, Courteron und unweit davon, ziemlich am Ende des südlichen Ausläufers liegt das immer schon berühmte Les Riceys. Rechts und links von diesem Südausläufer liegen die uns im Folgenden interessierenden Fouchères, Avirey-Lingey, Villes-sur-Arce und das davon durch ein Hochplateau getrennte Landreville.

I. Coessens

Jérôme Coessens ist in Fouchères zu Hause, seine Trauben von bis zu über vierzig Jahre alten Pinot-Reben stehen in Villes-sur-Arce auf halber Höhe des Plateaus zwischen den Tälern von Arce und Ource. Besonderheit: Die Coessens-Champagner stammen aus einer Coessens-Monopollage, genannt "L'Argillier". Aus dem familieneigenen Weinbergsbesitz eine eigene Champagnerlinie zu kreieren, war im Jahr 2006 sein Wunsch, an dessen Umsetzung er seither beharrlich und mit viel Applaus aus der Szene arbeitet, nachdem er zuvor sieben Jahre lang für einen großen Erzeuger den Außenbetrieb geleitet hatte.

1. L'Argillier Blanc de Noirs 2008

Der 2011er Grundwein zeigte viel Stärke. Zunächst etwas stinkig, dann mit chlorierter Nase, bevor sich messerscharfe Säure in die Zunge einbrannte und alle Konzentration auf sich zog. Der fertige Champagner auf Basis des 2008ers war sdann chon sehr dicht an der reinen Pinotlehre. Schon einige Wochen vorher hatte ich diesen Champagner probiert und blind auf einen Grande Vallée de la Marne Pinot getippt.

2. L'Argillier Brut Nature

Ausdruck sehr guter Arbeit des Winzers ist es meiner Meinung nach, wenn der Brut Nature besser ist als der – wenn auch schwach – dosierte Brut. So ist es hier. Schon der Grundwein zeigte sich vollmundig, großzügig, mundweitend, mit einer bis in die letzte Zahnfleischtasche schlüpfenden Säure. Der Champagner griff das auf, fügte seine bananig-kirschige Primärfrucht hinzu und gefiel mir von den Coessens-Champagnern am besten. Nur tausend Flaschen verfügbar.

3. L'Argillier Rosé de Saignée

Harter Champagner mit alkoholischem Feuer, heiße Butter, Johannisbeerlikör, Erdbeergeist, Eau de Vie de Kirsch, meiner Meinung nach ein Champagner, der zum Essen gehört. Nur tausend Flaschen verfügbar.

4. Les Sens Boisés

Am härtesten und kantigsten war der holzvergorene und holzveredelte Sens Boisés. Für seinen langen Holzaufenthalt hat er Fenchelnoten und Anispastillengeschmack eingetauscht, Fruchtfleisch von Nashibirne und Pfirsich ist auch dabei, aber, und das ist für mich am beeindruckendsten gewesen, kein dominanter Röstton. 

 

II. Serge Mathieu

 

Schwer zu machen, leicht zu trinken. Das könnte das Motto des Hauses sein und vielleicht bezieht sich die Bezeichnung "Billecart-Salmon von der Aube" auch darauf, vielleicht meint der Decanter damit aber auch nur die konzise, von Kritikern leicht als steril abzutuende Stilistik von Serge Mathieu. Auf dessen Korken steht das Degorgierdatum in der Form XX = Jahr, YY = Monat. Champagner braucht, wegen seiner ohnehin hohen biologischen Stabilität, nur relativ wenig Schwefel, besonders Marie-Courtin und Drappier sind in dieser Hinsicht Vorreiter in der Region; bei Serge Mathieu bedient man sich ebenfalls geringstmöglicher Schwefelmengen, dasselbe gilt für Filtration und könnte in höherem Maße für die Dosage gelten, die mit ca. 9,5 g/l recht fett ausfällt, ohne dass sie mich in den Champagnern allzusehr gestört hätte. 

1. Cuvée Tradition Pur Pinot

100PN aus 2008, 07 und 06.

Die Pinots von Serge Mathieu gefielen mir als Grundweine wegen ihrer fröhlichen und trinkfreudigen Art, im fertigen Champagner bedinruckten sie mich am meisten in Form des Pur Pinot. Der duftete nach Orangen-Mandarinenkuchen auf Vollkorn-Mürbeteigboden und schmeckte eingängig leicht, mit sehr mäßiger Tanninhaftung am Gaumen.

2. Millesime 2005

100PN.

Süffig, mit Brombeere, Veilchen und Lavendel, gegen Ende etwas lakritzig. Bis über die Hälfte der Zunge eine schöne Aromatik und Struktur, bloß das finish stört mich, weil ich lakrtizige Noten im Champagner immer verdächtig finde, vor allem, wenn sie den Abschluss bilden. Diesen Champagnern traue ich keiner lange und elegante Reifung zu.

3. Cuvée Prestige

2/3PN 1/3CH, 2006er Basis mit Reserve aus 2005.

Schlank bis feingliedrig, aber noch nicht schwindsüchtig. Im Stil ätherischer, eleganter als der Pur Pinot und wenn er wirklich gut reifen können sollte, wahrscheinlich auf lange Sicht der besser Champagner. Das wird in den nächsten drei bis fünf Jahren noch nicht entschieden werden, da sehe ich den Pur Pinot vorn. Danach könnte die Schere dann aber zu Gunsten des Prestige aufklappen. Sicher bin ich mir dabei aber nicht, dafür kennen ich Serge Mathieu nicht gut genug. 

Terroirs et Talents: Janisson-Baradon und Sélèque

 

Janisson-Baradon aus Epernay und Sélèque aus dem benachbarten Pierry sind das nächste Pärchen meiner Untersuchung.

I. Von Cyril Janisson konnte ich drei wichtige Grundweine und die dazugehörigen fertigen Champagner probieren. Der Non Dosé ist sozusagen der Prototyp oder die Planskizze, die weiteren Champagner von Janisson-Baradon bauen darauf auf. Von dem im Non Dosé erfahrbaren Konzept entfernen sich selbst die zwei neuen Stars der Kollektion Toulette und Tue Boeuf nicht sehr weit. Alle zehn Tage wird frisch degorgiert.

1. Non Dosé

50PN 50CH, 2006 und 2005

Die aktuelle Grundwein-Cuvée auf Basis des 2011ers mit Reserve aus 2010 zeigt den Hausstil in seiner reinsten Form. Den teilweisen Einsatz vom großen Holz merkt man ihm kaum an. Salz und Seife, eine hibbelige Fruchtigkeit und kompakte Struktur machen es schwierig, präzise Eindrücke zu gewinnen. Der Champagner zeigt dann schon deutlicher, wohin die Reise geht. Auch er ist noch aufgekratzt, leistet am Gaumen Widerstand und würde seine feine Zitrusfrucht am liebsten vor dem neugierigen Publikum verbergen, was ihm mit zunehmender Flaschenreife immer schlechter gelingt, sehr zur Freude der Kunden des Hauses.

2. La Toulette 2005

Als 2011er Grundwein strahlt der hier verwendete und 1947 gepflanzte Chardonnay, der übrigens kein gewöhnlicher Chardonnay, sondern ein Chardonnay Muscaté ist, wie ihn auch Aurelien Laherte zu 50% in seiner Cuvée Empreinte hegt, eine Zitronenbuttercrèmenote aus, die merklich weniger Säure hat, als gewöhnliche Chardonnays – obwohl gar keine BSA durchlaufen wurde. Der 2000er Toulette war der allererste Einzellagentoulette, vorher ging er zu 50% in die damalige Spitzencuvée Georges Baradon ein. Die hat Cyril mit dem 2001er auslaufen lassen. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. Denn die beiden Komponenten des Georges Baradon, Toulette und Tue Boeuf, sind entgegen der klassischen Cuvéetheorie einzeln stärker als zusammen. Der 2005er Champagner begeistert mit reifen rauchigen bis teerigen Noten und immer wieder raumgreifendem Lemon Curd,

3. Tue Boeuf 2005

Diese Pinot Noir Einzellage war im Georges Baradon das Gegenstück zu den Toulettes. Der Grundwein war rund, füllig, mit einer leichten Salznote;am Zungenrand leicht kneifend, hinterließ er einen überwiegend pflanzlich-faserig wirkenden Eindruck. Der Champagner konnte sich auf Anhieb in meiner Gunst noch über den Toulette stellen. Ohne BSA, dennoch nicht beißend oder aggressiv, sondern wie poliertes Edelholz, mit Honig und angemessener, auf Brioche gelagerter Reifenote, für mich einer der herausragenden Champagner des Jahrgangs.

 

II. Champagne Sélèque

Nicht sehr bekannt ist der biodynamisch arbeitende Erzeuger Sélèque. Die dort probierten Grundweine aus den Einzellagen Les Gouttes d'Or (Pinot Meunier ohne BSA) und Cantuel (85PM 15CH) waren ungewöhnlich ausdrucksvoll, barsten teilweise vor Expressivität, ebenso die Grundweincuvée Partition (70CH 15PN 15PM). Von limonadiger Sprtizigkeit bis zur ruhigen, weichen Weinigkeit gesetzter Pinots waren die Vins Clairs weit gefächert in ihren Möglichkeiten und zeigten ihr Potential teilweise auch bei den jungen Champagnern. Altes Holz geht bei Sélèque zu 30% in die Vinifikation ein, genutzt werden dafür burgundische Fässlein mit 228 l, solche mit 300 Litern Fassungsvermögen und pièces champenoises mit 205 Litern, außerdem Foudres mit 2000 Litern.

1. Cuvée Spéciale

60CH 30PM 10PN, 2008er Basis und 40% Reservewein, gute 15% der Cuvée waren im Holz; mit 7 g/l dosiert.

Der Champagner ist süffig und mürbe zugleich, was mir sagt, dass der junge Basiswein und die reiferen reserven sich noch nicht völlig miteinander vertragen.

2. Blanc de Blancs "Or Blanc"

Chardonnay, 2008er Ernte, mit 6 g/l dosiert.

Der Chardonnay war wegen seiner zehrenden Art nicht mein Fall. Am Ende kam dann noch eine Wendung ins Lakritzige dazu, die ich bei jungem Chardonnay überhaupt nicht leiden kann.

3. Rosé de Saignée

85PN 15 CH, 2008er Ernte.

Versöhnlich stimmte mich der sehr gute Rosé. Leicht, unbeschwert, mit dem Erfrischungsgetränkcharakter, den die Grundweine verhießen. Am Rand franselte der Rosé etwas unscharf aus, da wäre bei kommenden Cuvée und mit mehr Reife noch drauf zu achten. Im Moment könnte man die mangelnde Kontur gut mit Mehlspeisen kaschieren, in die der Champagner problemlos überleiten wird.  

Terroirs et Talents: Champagne Aspasie Vignobles Ariston und Maxime Blin

 

Vallée de l'Ardre und Massif St. Thierry. Räumlich trennen die beiden Nester Brouillet in der Vallée de l'Ardre und Trigny im Massif ca. 20 km, Grund genug, zwei ihrer Winzer aufeinanderfolgend zu probieren, was besonders einfach ist, wenn die beiden nur wenige Meter voneinader ihr Probierstanderl aufgebaut haben.

I. Champagne Aspasie Vignobles Ariston Père et Fils

Die Champagner von Aspasie sind alle relativ leicht, eher fruchtig und waren früher für meinen Geschmack zu sehr an den Stil großer Häuser angelehnt, will sagen zu süß. Das mit der Süße hat sich gelegt und mit dem zuerst verkosteten Cepages d'Antan gibt sich Aspasie sogar ziemlich innovativ.

1. Cépages d'Antan

40 Petit Meslier 40 Arbane 20 Pinot Blanc, mit 6 g/l dosiert

Die Rebanlage ist ca. 15 Jahre alt, gehört also nicht zu den uralt-wiederentdeckten, sondern wurde, als das Thema vergessene Rebsorten in der Champagne aufkam, eigens angepflanzt. Von dieser Cuvée habe ich den 2011er Grundwein probiert, der nussig und leicht salzig rüberkommt, Erdnussbutter mag eine Rolle spielen, eine schlanke Säure kommt noch dazu und gibt dem Wein einen ansehnliche, schlanke Figur. Brav und sektig ist der fertige Champagner, der Weißburgunder (meiner Meinung nach) steuert eine rapsige Note bei, die ich nicht mag. Um zu den Namensvettern von Tarlant (Vignes d'Antan) und Bérèche (Reflets d'Antan) aufzuschließen, ist mehr Wagemut erforderlich.

2. Blanc de Blancs

Der 2011er Chardonnaygrundwein ist leicht rauchig, die Säure nur mäßig aggressiv, weshalb man ihn gut trinken kann. Dem fertigen Champagner fehlt die Säure dann aber merklich. Mir war er zu zahm.

3. Brut Millesime 2007

Drittelmix.

Erwartungsgemäß ist der 2007er Jahrgang von Aspasie nichts für Freunde extremer Zuspitzung. Säurearm, mit einer noch sehr primärfruchtigen, bananigen und metallisch unterlegten Art. Ein paar Muskeln kann der sonst gut gerundete Champagner spielen lassen, von den drei verkosteten ist er der kraftvollste, bekömmlich sind sie alle.

 

II. Champagne Maxime Blin

Von den Jahrgängen aus dem Hause Blin war ich bis jetzt immer am meisten angetan, die jahrgangslosen Geschichten kenne ich nicht so gut. Mit guten 9 g/l sind die Blin-Champagner dosiert, das ist in Zeiten der sich immer weiter ausbreitenden Extra- und Ultra Brut Champagner richtig viel. Ob es zu viel ist? Das sehen wir sogleich.

1. Brut Carte Blanche

80PM 20PN

Rund, fruchtig und etwas einfach gestrickt, mürbe und leicht brotig. Den Eindruck zu hoher Süße hatte ich nicht, was mir fehlte, waren Feinheit und Komplexität.

2. Cuvée Maxime Blin

Drittelmix.

Der 2011er Grundwein dieser Cuvée hatte einen ganz ansprechenden, für die Region nicht untypischen Fruchtcharakter, der in Richtung Blutorange und Nektarine geht und sich hier in rundlicher Form zeigte. Was beim Grundwein schön ist und schmeckt, rächt sich dann im fertigen Champagner als zu lahm. Ich kenne natürlich nicht den Grundwein der hier zugrunde lag, kann mir aber vorstellen, dass er ähnlich sanftmütig war. Die Cuvée Maxime Blin würde mehr Druck beim Grundwein sicher danken.

3. Rosé d'Assemblage

100 PN, davon zwischen 14 – 18% roter Coteaux Champenois

Beim Rosé könnte diese Rechnung aufgegangen sein. Der 2011er Grundwein war wie mit Bühnen Make-up etwas zu dick geschminkt, holzig, mit viel Mandel und Marzipan, charakterlich ein Rotwein. Wenn der Grundwein für den jetzt probierten Rosé von gleicher Art war, sollte Maxime diesen Weg weiter verfolgen. Kraftvoll, nicht allzu fruchtig, seriös und weinig. Für den Solospass etwas zu ernst, als Essenspartner darf man ihn nicht überschätzen. Am besten dürften Ziegenkäse, Blätterteigspeisen und helle, gebundene Saucen dazu korrespondieren.